12.12.2019, 16:56
Stader Polizei warnt vor Enkeltrick und falschen Polizeibeamten
Einsatz

LANDKREIS. Die Stader Polizei warnt erneut vor dem Auftreten von falschen Polizeibeamten oder angeblichen Enkeln. Kürzlich waren Diebe zweimal mit diesen Maschen in Horneburg und im Alten Land erfolgreich und erbeuten jeweils mehrere tausend Euro.

Am Montag, 9. Dezember wurde eine 83-Jährige aus dem Alten Land angerufen und ihr angeblicher Enkel erbat Geld für einen Autokauf. Der Täter gab sich mit dem gleichen Namen wie ihr richtiger Enkel zu erkennen. Nach mehreren Telefonaten hatte die Frau zugestimmt und Geld von der Bank geholt.

Später wurde ihr am Telefon eine „Bekannte“ angekündigt, die zufällig gerade in der Nähe wäre und die das Geld persönlich abholen könnte. Dieser circa 40 bis 50 Jahre alten Frau mit südländischem Aussehen, dunklen Haaren mit leicht korpulenter Figur, händigte die Geschädigte das Geld aus.

Falscher Polizist erbeutet Bargeld

Der zweite Fall ereignete sich in Horneburg. Am Mittwochnachmittag gegen 15.30 Uhr klingelte eine unbekannte Frau an der Tür einer 93-jährigen Horneburgerin und stellte sich als Vertreterin des Roten Kreuzes vor. Die Diebin wurde ins Haus gelassen. Später verließ die Frau die Wohnung. Am Donnerstagvormittag gegen 9 Uhr gab sich dann an der Tür der Frau ein Mann als Mitarbeiter der Kriminalpolizei aus und zeigte einen vermutlich gefälschten Dienstausweis.

Der „Kripobeamte“ fragte nach einer Dame des Roten Kreuzes und behauptete, dass es sich dabei um eine Betrügerin handeln würde. Er müsse nun die Geld- und Schmuckbestände zur Sicherheit überprüfen. Im Rahmen der „Überprüfung“ konnte der Unbekannte dann Bargeld erbeuten. Er verabschiedete sich und entfernte sich in unbekannte Richtung.

"Vergewissern sie sich über den Notruf"

Die Polizei warnt aus gegebenem Anlaß nochmals wieder vor derartigen Betrugsmaschen und bittet die Bevölkerung auch ältere Nachbarn und Bekannte sowie Familienangehörige auf die Gefahren hinzuweisen.

Polizeisprecher Rainer Bohmbach dazu: "Lassen sie sich nicht auf derartige Gespräche am Telefon ein und legen sie einfach auf. Rufen sie Familienangehörige zurück und vergewissern sie sich, ob diese auch wirklich bei ihnen angerufen haben. Händigen sie auf keinen Fall Bargeld an fremde Personen aus. Wenn sich angebliche Polizeibeamte bei ihnen melden oder vor der Tür stehen, lassen sie diese erst ins Haus, wenn sie sich bei der Polizei auch gern über den Notruf 110 über die Richtigkeit vergewissert haben. Melden sie derartige Vorfälle sofort, damit die Polizei Personen überprüfen oder Täter auf frischer Tat ermitteln kann."

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