29.08.2018, 17:19
Zwei fahrlässig ausgelöste Feuer im Alten Land

MITTELNKIRCHEN. Ein Handwerker entfacht ein Feuer an einem Wohnhaus in Mittelnkirchen und ein Unbekannter entsorgt glimmende Asche in der Feldmark bei Hollern-Twielenfleth: Zwei fahrlässig ausgelöste Brände beschäftigten die Einsatzkräfte im Alten Land am Mittwochnachmittag.

Von Björn Vasel und Daniel Beneke

Gegen 16 Uhr hat in Mittelnkirchen ein Handwerker einen Alarm bei der Feuerwehr ausgelöst. Der Grund: Mit einem Bunsenbrenner war er dabei, die Farbe an einem Gebäude abzuflammen. Dabei setzte er jedoch die Isolation in Brand. Die Isolierung des Dachstuhles fing Feuer. Dem Handwerker gelang es noch, das Feuer größtenteils selbst zu löschen.
Dadurch mussten die eingetroffenen Feuerwehrleute aus Mittelnkirchen, Guderhandviertel, Grünendeich und Steinkirchen sowie die Drehleiter von Zug I der Stader Feuerwehr nur noch Nachlöscharbeiten vornehmen, teilten der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Kleine und Feuerwehrsprecher Matthias Brandt mit. Vorsichtshalber hatte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Großalarm ausgelöst.


Im Anschluss wurden Pfannen und Isolierung des Dachstuhls stellenweise entfernt sowie mit einer Wärmebildkamera auf weitere Glutnester untersucht. Die Dorfstraße musste während des Einsatzes bis etwa 17 Uhr voll gesperrt werden. Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute vor Ort. Verletzte waren nicht zu beklagen.

Feuer in der Feldmark in Hollern-Twielenfleth.  Fotos Vasel/Beneke


Rauch stieg 20 Minuten später in der Feldmark bei Hollern-Twielenfleth empor. Offenbar mit einem Radlader hatte ein Unbekannter auf einer Länge von mehreren Dutzend Metern Schutt am Rand eines Wirtschaftsweges in den mit Brombeersträuchern bewachsenen Grabensaum gekippt. Stunden später war die Fläche in Brand geraten. Zug II der Stader Feuerwehr rückte an und löschte den Brand. Verletzte waren nicht zu beklagen.

Auf einer angrenzenden Obstplantage stießen die Einsatzkräfte um Zugführer Frank Umlandt auf den mutmaßlichen Ursprung des Brandes. Hier fanden sie einen Abbrennplatz. Der Boden war glatt gezogen, aber „noch warm“, sagte Ortsbrandmeister Stephan Woitera. Am Rand der Fläche war Asche zu sehen. Vorsichtshalber wässerten die Feuerwehrleute den Bereich großflächig mit Wasser aus ihrem Tanklöschfahrzeug. Streifenbeamte der Stader Polizei haben die Spuren dokumentiert und die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen. Der Eigentümer der Hoffläche beteuerte gegenüber der Feuerwehr seine Unschuld.

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