Donnerstag, 14.01.2021

Lagerhallenbrand auf der Veddel: Löscharbeiten dauern weiter an

Feuerwehrleute löschen im Stadtteil Wilhelmsburg eine brennende Lagerhalle. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Auch mehr als 24 Stunden nach dem Ausbruch eines Feuers in einer Lagerhalle für Verpackungsmaterial auf der Veddel dauern die Löscharbeiten noch immer an. Auch am Donnerstagmorgen war zunächst kein Ende in Sicht, wie ein Feuerwehrsprecher sagte.

Trotz des stundenlangen Löscheinsatzes wegen eines brennenden Lagerhallenkomplexes in Hamburg hat die Feuerwehr am Donnerstagnachmittag dort alle Hände voll zu tun. Auf dem Gelände waren noch rund 70 Einsatzkräfte der Beruf- und der Freiwilligen Feuerwehr damit beschäftigt, die letzten Glut- und Wärmenester zu löschen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Das Feuer brach am Mittwochmorgen aus.

Mit Radladern und Baggern wurden Trümmer der Lagerhallen im Stadtteil Wilhelmsburg beiseite geräumt. Der Lagerhallenkomplex brach wegen des Feuers komplett zusamme und brannte bis auf die Grundmauern nieder. "Das liegt alles in Schutt und Asche. Nur ein paar Betonpfeiler ragen noch in den Himmel."

Der Feuerwehreinsatz gilt nach eigenen Angaben als der größte seit neun Jahren. "Zuletzt hatten wir am 2. Januar 2012 bei einem Feuer in Harburg 'Feuer sechs'. Da war eine Halle mit Kautschuk darin abgebrannt." Die Bezeichnung "Feuer sechs" bedeutet, dass sechs Löschzüge sowie zahlreiche Freiwillige Feuerwehren an den Brandort gerufen werden.

Wetterverhältnisse erschwerten den Einsatz

Der Einsatz in dem Industriegebiet wurde zeitweise durch Starkwind, Schnee und Graupel teils erheblich erschwert. Innensenator Andy Grote (SPD) dankte den Einsatzkräften auf Twitter für deren "nervenzehrenden und kraftraubenden Einsatz". "Die Anstrengung lässt sich nur erahnen", twitterte Grote.

Die amtliche Warnung der Feuerwehr wegen starker Rauchentwicklung konnte am Donnerstag wieder aufgehoben werden. Etwa 24 Stunden lang wurden Anwohner angehalten, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Am Morgen seien die südlichen Stadtteile Hamburgs zwar weiterhin von der Rauchentwicklung betroffen gewesen - allerdings in deutlich geringerem Ausmaß, sagte ein Feuerwehrsprecher.

LKA ermittelt Brandursache

Warum der Lagerhallenkomplex, in dem Kartonagen, Nüsse und Cashewkerne gelagert wurden und zu dem auch ein Bürokomplex gehörte, in Brand geraten war, müssen nun die Experten des Landeskriminalamtes klären. Am Donnerstag war die Brandursache weiter unklar. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Verletzt wurde durch das Feuer niemand.

Wie lange die Einsatzkräfte der Feuerwehr noch am Brandort sein werden, konnte der Feuerwehrsprecher war zunächst nicht absehbar. "Das ist schwierig zu beurteilen." (dpa/Ino)


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