28.08.2017, 17:52
Alte Osterjorker Häuser sollen neuen weichen

JORK. Das Vorhaben der VR-Immo hat die erste Hürde gemeistert: Der Jorker Bauausschuss steht generell hinter dem Plan, ein neues, kleines Baugebiet auszuweisen. Bedenken gab es jedoch in Detailfragen.

Grundsätzlich hatten die Ausschussmitglieder gegen das Vorhaben der VR-Immo, einer Tochtergesellschaft der Volksbank Stade-Cuxhaven, nichts einzuwenden: Sie unterstützten einstimmig den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan, auf dessen Grundlage an der Straße Osterjork auf einer 0,9 Hektar großen Fläche ein kleines Baugebiet ausgewiesen werden soll. Als Nächstes wird der Bebauungsplan im Verwaltungsausschuss Thema sein.

Planung steht ganz am Anfrang

Einen ersten Planungsentwurf stellte Peter Kranzhoff vom Planungsbüro „Cappel + Kranzhoff“ in der Bauausschusssitzung vor. Danach sollen die bestehenden Gebäude abgerissen werden und – weil auch die benachbarten Flächen in mehreren Reihen bebaut sind – in drei Reihen Wohnhäuser gebaut werden.

Es könnten dort Haustypen für unterschiedliche Bedarfe entstehen: In der vorderen Reihe zweigeschossige Mehrfamilienhäuser, dahinter eingeschossige Doppel- und Einfamilienhäuser. Die einzelnen Grundstücke wären dann zwischen 1000 und 500 Quadratmeter groß. Für die vordere Bebauung ist es aus rechtlichen Gründen notwendig, ein Verkehrslärmgutachten einzuholen.

Sowohl Kranzhoff als auch Kai Schlichting als Vertreter der Volksbank betonten in der Sitzung mehrfach, dass die Planung noch ganz am Anfang stehe. „Wenn Sie grünes Licht geben, werden wir den Entwurf weiter ausarbeiten und dabei die Landwirtschaft und die Verkehrssituation vor Ort berücksichtigen“, sagte Kranzhoff im Fachausschuss.

Ausschussmitglieder äußerten Bedenken

Die Ausschussmitglieder äußerten Bedenken in verschiedene Richtungen. So bemängelte Cord Lefers (Bürgerverein Jork), dass auf der Planzeichnung die vorhandenen Entwässerungsgräben mit Bäumen „mutwillig verdeckt“ sind. Er verwies auf vergangene Bauprojekte, wie den „Altländer Hof“, bei dessen Visualisierung die Gauben ebenfalls durch Bäume verdeckt worden waren. „In der weiteren Planung würde ich mir wünschen, dass nur noch die Bäume dargestellt werden, die am Ende stehen bleiben“, sagte Lefers. Aus den Zuhörerreihen gab es Bedenken bezüglich der Entwässerung der anliegenden landwirtschaftlichen Flächen.

Nicht nur eingezeichnete Bäume scheinen in Jork eine empfindliche Angelegenheit zu sein, auch die Auslegung der Gestaltungssatzung hat zuletzt für Diskussionen gesorgt. Dass das Planungsbüro im weiteren Verlauf sich nach der Satzung richten werde, versicherte Kranzhoff den Ausschussmitgliedern. Konkrete Fragen, ob die neuen Häuser wieder mit Fachwerk gebaut werden, blieben jedoch noch unbeantwortet. Die VR-Immo werde möglicherweise Teile des Baulands weiter veräußern, sagte Schlichting. „Wir wollen mit unserer Planung den Rahmen festsetzen, in dem sich der zukünftige Häuslebauer dann bewegen kann.“

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