08.11.2017, 17:30
Ausbau von Wohngebiet Lahmsbeck kommt
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BLIEDERSDORF. Die Bauarbeiten im neuen Baugebiet „Westlich der Straße Lahmsbeck“ am Bliedersdorfer Geestrand können beginnen. Einstimmig stimmte der Gemeinderat der Ausbauplanung zu. Dieser Entscheidung ging eine sieben Jahre lange Diskussion voraus.

Seit sieben Jahren wird das lange umstrittene Baugebiet zwischen der Straße Lahmsbeck, der Nottensdorfer Straße und der Hauptstraße (K 37) geplant. Nun wurde die von Rita Pape vom Ingenieurbüro Meyer aus Moisburg vorgestellte Ausbauplanung ohne Diskussion freigegeben.

Wie die Planerin anhand von Planzeichnungen erläuterte, werden die 22 Bauplätze auf dem rund zwei Hektar großen Gelände mit sechs Meter Gefälle über verschiedene Wege erschlossen. Vier sind an die Straße Lahmsbeck angebunden. Die Bordabsenkung habe bereits als vorbereitende Maßnahme begonnen. Drei Grundstücke werden über die Hauptstraße erschlossen. Für 15 Bauflächen wird eine Stichstraße von der Nottensdorfer Straße aus gebaut.

Die sieben Meter breite Straße mit 5,50 Meter Verkehrsfläche werde nicht als Spielstraße, sondern als Tempo 30-Zone angelegt, erklärte Pape. Zu den Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung gehören wechselseitig angeordnete Einengungen mit Bäumen und Stellplätzen. Die Fahrbahn der von der Hauptachse abgehenden Stichwege sind 3,50 Meter breit. Gestaltet werden die Straßen in Anlehnung an die Bauweise im Eichenkamp: anthrazitfarbene Fahrbahn mit rot hervorgehobenen Knotenpunkten und rot markiertem Wendekreis.

Einengungen problematisch

Als Problem bei der Ausfahrt wurden die Einengungen auf der Nottensdorfer Straße gesehen: Bei Begegnungsverkehr müssten sich die Autofahrer mit Handzeichen verständigen, sagte die Planerin. Sie empfahl dem Rat aber, deshalb zurzeit noch nichts zu unternehmen, sondern zu schauen, wie sich die Einmündung in der Praxis bewährt.

Auch für die Stichstraße, mit der drei Baugrundstücke von der K 37 aus erschlossen werden, ist eine 3,50 Meter breite Fahrbahn vorgesehen. Wegen der Sichtverhältnisse bei der Ausfahrt muss dort eine Hecke weichen. Die beiden Fußwege – die Verbindung zur Königsberger Straße und die Verbindung der beiden Erschließungsstraßen – sind zwei Meter breit und werden auf 1,50 Meter ausgebaut.

Wegen der Topografie teilt sich das Baugebiet auch bei der Regenwasserentsorgung in zwei Bereiche. Die unteren Grundstücke werden über den Regenwasserkanal bedient, der bisher die Hofstelle an der Hauptstraße entwässerte. Das Regenwasser von den oberen Grundstücken fließt in ein neues Regenrückhaltebecken.

Um einen Namen für die neue Siedlungsstraße im Baugebiet Lahmsbeck zu finden, ruft der Gemeinderat die Bürger auf, Vorschläge einzureichen. Bisher liegen zwei Vorschläge vor: Ratsherr Dirk von Bargen favorisiert den Namen „De Blytherstorpe“, die historische Bezeichnung von Bliedersdorf, wie er erklärt. Bürgermeister Rainer Schulz möchte die Straße nach dem Vorbesitzer des Geländes „Hein-Lindemann-Weg“ nennen. Weitere Ideen sind willkommen. Die Vorschläge der Bürger sollten bis 8. Dezember im Rathaus in Horneburg oder per Mail unter holst@horneburg eingehen, damit die Benennung der Straße in der nächstens Ratssitzung am 18. Dezember erfolgen kann.

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