UPDATE
27.10.2020, 14:37
Brandserie in Stade: Polizei nimmt mutmaßlichen Täter fest

STADE. Die Ermittler der Stader Polizei haben einen 56-jährigen Mann in Stade festgenommen, der für eine Reihe von Brandstiftungen verantwortlich sein soll. Inzwischen liegt gegen den Verdächtigen ein Haftbefehl vor.

(Letztes Update am 27. Oktober um 16.14 Uhr: Stimmen hinzugefügt.)

Der 56-Jährige war den Beamten in der Nacht zu Sonntag aufgefallen, als in der Stader Innenstadt zunächst an der Steilen Straße und dann an der Harsefelder Straße Autos gebrannt haben. Den Beamten war schnell klar, dass die Feuer vorsätzlich gelegt worden waren. Das passte ins Bild: In den vergangenen Monaten waren an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet immer wieder Fahrzeuge in Flammen aufgegangen.

Kurz nach dem zweiten Feuer in der Nacht zu Sonntag „konnte im Rahmen der Fahndung ein 56-jähriger Tatverdächtiger in der Nähe des zweiten Brandortes angetroffen und vorläufig festgenommen werden“, teilt Polizeisprecher Rainer Bohmbach mit. Nach weiteren umfangreichen Recherchen stellte sich heraus, dass der Stader mindestens für sechs Pkw-Brände in Stade aus den vergangenen Monaten infrage kommt.

Täter kommt womöglich für weitere Brandstiftungen infrage

„Möglicherweise lassen sich ihm aber auch noch deutlich mehr Brandstiftungen in Stade und eventuell auch in Horneburg aus den letzten Jahren nachweisen, hier dauern die entsprechenden Ermittlungen derzeit noch an“, erklärt Bohmbach. In Stade gab es unter anderem in einer Lagerhalle am Güterbahnhof immer wieder mutwillig gelegte Brände.

Der 56-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stade dem Haftrichter beim Amtsgericht Stade vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Der Stader wurde anschließend in eine niedersächsische Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Ursache für Großbrand in Horneburg unklar

Unklar ist nach wie vor, wie es zu dem nächtlichen Großbrand an der Kelterbornstraße in Horneburg vor knapp zwei Wochen gekommen ist. Dort wurde ein Wohnhaus zum Raub der Flammen. Zunächst war ein Pkw im Carport in Brand geraten, das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Einsatzkräfte konnten einen Bewohner in Sicherheit bringen, er kam mit dem Schrecken davon. Die Ermittler bezifferten den Sachschaden nach ersten Schätzungen auf mindestens 175.000 Euro.

In diesem Fall dauern die Ermittlungen nach Angaben von Polizeisprecher Rainer Bohmbach an. Derzeit werde der Pkw von Experten eingehend untersucht, um herauszufinden, wie der Brand entstanden ist.

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