09.08.2017, 16:49
Diagnose dank Bildern
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Instagram ist für viele Nutzer nicht nur die Möglichkeit, mit Freunden in Kontakt zu bleiben oder sich inspirieren zu lassen: Die Plattform bietet jedem die Möglichkeit, auch sich selbst darzustellen.

Allerdings sagen angeblich nicht nur die Hashtags, Verlinkungen und Sprüche, mit denen wir unsere Bilder in dem Netzwerk garnieren, etwas über uns aus. Glaubt man den Forschern Christopher Danforth und Andrew Reece aus den USA, verraten die Posts auch viel über unseren Gemütszustand.

Für eine Studie haben die beiden ein Tool entwickelt, das die Bilder von Instagram auswertet und auf bestimmte Merkmale prüft. Angeblich können so Depressionen diagnostiziert werden – besser noch, als es jeder Arzt vermag. Dabei wird vor allem analysiert, was auf den Bildern zu sehen ist und wie sie gestaltet sind. Bei Nutzern, die unter Depressionen leiden, zeigen die Bilder laut der neuen Studie vermehrt die Farben schwarz, blau und grau. Außerdem verwenden Depressive den Wissenschaftlern zufolge weniger Filter als gesunde Menschen – falls doch, werden die Bilder eher schwarz-weiß gestaltet.

Instagram-User, die nicht an einer Depression leiden, nutzen dagegen vor allem Einstellungen, die die Bilder fröhlicher aussehen lassen. Außerdem posten sie im Vergleich öfter Erinnerungen, die sie gemeinsam mit Freunden zeigten. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das Tool eine Trefferquote von 70 Prozent hat, während Ärzte nur bei weniger als der Hälfte ihrer Patienten eine Depression korrekt diagnostizieren könnten.

Dass der verwendete Algorithmus jetzt allerdings Ärzte ersetzt, ist unwahrscheinlich. Die Autoren können sich aber vorstellen, daraus Techniken zur Unterstützung von Depressiven zu entwickeln: So könnte eine App programmiert werden, die Alarm schlägt, wenn sich Auffälligkeiten in den Posts auf den sozialen Medien zeigen.

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