24.08.2017, 11:00
Hier entsteht die nächste Siedlung
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OLDENDORF. In der neuen Siedlung Sperlingsgasse in Oldendorf wird derzeit die Straße hergestellt. 28 Grundstücke sind entstanden und zum größten Teil mit Häusern bebaut. In Vorbereitung ist das nächste Gebiet: Zwischen Birkenstraße und Kreisstraße 4 ist Platz für knapp 30 Einfamilienhäuser.

Nach viel Unmut über die Bau-Belastungen für Alt- und Neubürger in dem Straßenzug „Hinter dem Kuckucksweg“, und seiner neuen Verlängerung Sperlingsgasse droht noch einmal etwas Ärger. „Es wird zeitweise eine Vollsperrung geben müssen“, kündigt Bürgermeister Johann Schlichtmann an.

Voraussichtlich im September und dann etwa für zwei, drei Wochen können Anlieger ihre Grundstücke nicht über die Zuwegung „Hinterm Kuckucksweg“ anfahren, sondern müssen einen Umweg über die Landesstraße 114 und einen Wirtschaftsweg in Kauf nehmen, der von hinten durch die Feldmark ins Baugebiet führt.

Die Sperlingsgasse steht vor dem Endausbau.

„Wir haben ihn extra frisch geschottert“, erklärt der Bürgermeister. 8000 Euro habe das gekostet. Der Wirtschaftsweg bestand bereits, wurde aber von Landwirten gar nicht genutzt. In Zukunft wird er als Wanderweg dienen.

Die nächste neue Siedlung soll im Eichacker entstehen und voraussichtlich einen Baumnamen erhalten (Eichenring, Heckenweg und Birkenweg gibt es dort schon). Die Gemeinde hat zwischen der Verlängerung der Birkenstraße und Kreisstraße 4 nach Kranenburg eine drei Hektar große landwirtschaftliche Fläche erworben, auf der gerade die Kartoffeln abgeerntet sind. Für die 28 neuen Grundstücke gibt es bereits 15 erste Interessenten.

Die Gemeinde wird das Areal wie immer selbst erschließen und vermakeln. „Aber nicht mehr für 62 Euro“, so Bürgermeister Schlichtmann. Der Preis, der noch in der Sperlingssiedlung galt, sei nicht mehr zu halten. Ziel ist es, die Grundstücke noch in diesem Jahr anbieten zu können. Dafür muss aber der Bebauungsplan noch verabschiedet werden. Er wurde gerade ins Beteiligungsverfahren gegeben. Die Entwässerung wird über den Gerstenkamp und die Landesstraße erfolgen.

Die Gemeinde würde eigentliche lieber im Ortszentrum verdichten, geeignete Flächen gibt es zum Beispiel zwischen Schötthasen und Auf der Kuhlen. Aber da gebe es zu viel Interessenskonflikte mit den landwirtschaftlichen Betrieben, so der Bürgermeister. Solch ein Risiko wolle man nicht eingehen. „Hier stört nichts“, sagt er und lässt den Blick über den Acker schweifen.

Bei einer Anliegerversammlung im Eichenring hatte sich diese Woche gezeigt, dass die Mehrheit die großen Bäume erhalten möchte, die dem Straßenzug den Namen geben. Den Bürgermeister freut das. Die Gemeinde muss tätig werden, weil die Bäume auf die Versorgungsleitungen drücken. Aber man ist zuversichtlich, dass Fräsarbeiten ausreichen und Bäume nicht gefällt werden müssen.

Dauerbrenner in Oldendorf ist der verheerende Zustand der Landesstraße 114, die als „Hauptstraße“ auch die Hauptschlagader des Ortes Oldendorf ist. Wegen der zusätzlichen Belastungen durch Umleitungsverkehr im Zuge der Bauarbeiten an der Bundesstraße 74 zwischen Stade und Bremervörde in 2016 und 2017 ist sie voller Schlaglöcher und Risse. Tempo 30 ist auf der Strecke angeordnet und soll Autofahrer vorm Aufsetzen schützen.

Die Landesstraße 114 ist in katastrophalem Zustand.

„Ich gehe davon aus, dass die Landesstraße im Frühjahr saniert wird. Mit Gehweg und mit Entwässerung“, sagt Johann Schlichtmann. Jedenfalls sei das eine Aussage aus der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Im Fokus steht der Abschnitt zwischen den Bushaltestellen in Höhe Einmündung Schulstraße bis zur Volksbank. Schön, so der Bürgermeister wäre eine Erweiterung bis zu Gartenstraße.

Die Gemeinde hat den Wunsch, mit der Sanierung der Landesstraße auch zwei Ampelanlagen verwirklichen zu können: Bei der Querungshilfe an der Einmündung Schulstraße, aber auch beim Edeka-Markt, wo die Situation für Fußgänger unübersichtlich ist.

Als Abschluss des Dorfentwicklungsprogramms steht noch der Neubau einer Remise beim Brunkhorst’schen Haus an. Ein Antrag auf Förderung liegt beim Amt für Landentwicklung in Bremerhaven. Das bestehende Holzhaus genügt den Anforderungen nicht mehr. „Die Menschen, die hier ehrenamtlich und beruflich arbeiten, brauchen mehr Platz und Komfort“, sagt Schlichtmann.

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