28.12.2019, 10:00
Jahresrückblick: Buxtehude ist endlich Sportstadt

Es ist bei vielen Buxtehuder Sportlern und in Rat und Verwaltung eine offene Wunde, die jetzt endlich verheilen kann. Die marode Halle Nord wird abgerissen und durch einen modernen Neubau an einer anderen Stelle des Geländes der IGS ersetzt.

Seit einem Jahrzehnt ist klar, dass die Halle Nord an der Integrierten Gesamtschule in einem schlechten Zustand ist und sowohl für die Schüler, den Breitensport als auch die Handball-Bundesliga-Frauen nicht mehr ausreichend ist.

Es regnete durch das Dach, die sanitären Einrichtungen sind vom modernen Standard weit entfernt, und demnächst wird dort auch kein Bundesliga-Handball mehr möglich sein, weil sich die Welt selbst in Sachen Frauen-Handball außerhalb der „Sportstadt“ Buxtehude weiterdreht. Es gibt schließlich Gründe dafür, dass der Buxtehuder Handball derzeit nicht mehr zur nationalen Spitze gehört, obwohl der BSV wahrscheinlich mit Dirk Leun den besten deutschen Trainer auf der Bank sitzen hat.

(Zum Vergrößerm auf die Karte klicken)Die neue Halle Nord bekommt einen neuen Standort.

Seit dem 19. September gibt es jetzt die berechtigte Hoffnung, dass nach dem Scheitern des Arena-Projekts an der Apensener Straße und dem Scheitern des Versuchs, am jetzigen Standort der Halle Nord eine Multifunktionshalle zu errichten, die Situation für Schüler und Sportler besser wird. An diesem Tag gab es aus der Politik eine sehr große Mehrheit für die sogenannte große Lösung. Es soll einen Neubau mit einer für die Handball-Bundesliga tauglichen Dreifeldhalle und einer Zweifeldhalle geben. Dass dies heutzutage sehr viel teurer wird als eine vernünftige Lösung vor einem Jahrzehnt, ist dabei leider nicht zu verhindern. Hallenbau und die komplette, von der Schule geforderte Umgestaltung des gesamten Außenbereichs der IGS werden um die 20 Millionen Euro kosten.

Der Bauausschuss-Vorsitzende Robert Kamprad (CDU) ordnete den Bau nicht umsonst als „Jahrhundertprojekt für Buxtehude“ ein. Da in die gesamte Schul- und Sportinfrastruktur der Stadt Buxtehude in den nächsten Jahren über 60 Millionen Euro investiert werden sollen und der Buxtehuder SV neben der neuen Halle Nord ein weitgehend selbst finanziertes Vereinssportzentrum bauen möchte, ist jetzt die Gelegenheit gekommen, dass der Namenszusatz Sportstadt nicht mehr peinlich ist und Schüler und Sportler insgesamt Infrastruktur nutzen können, die bei einer wohlhabenden Stadt wie Buxtehude eigentlich dauerhafter Standard sein sollte.

Mein Moment 2019

Karsten Wisser ist Redaktionsleiter und war bei der gemeinsamen Sitzung von Sport- und Schulausschuss und Bauausschuss dabei, als der Neubau beschlossen wurde.

Alle Artikel zum Jahresrückblick gibt es unter: www.tageblatt.de/specials/jahresrueckblick

Endlich Sportstadt

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