07.08.2017, 16:53
Musik und Natur ganz nah beieinander
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Elend. Im sonst so ruhigen Oberharz wurde es am Wochenende wieder laut: Die elfte Ausgabe von „Rocken am Brocken“ war mit 4500 Besuchern erneut ausverkauft. Am Rande des Naturschutzgebiets in Elend feierten sie drei Tage lang mit beinahe 90 Bands und DJs.

Bunte Stilmischung

Das alternativ und familiär gehaltene Festival bot den Besuchern alles von Indie-Rock bis Goa, Ska, Punk und Rap. Auf den einzelnen Bühnen gab es Acts, die zu jeder Stimmung der Festivalbesucher passten: Wer es gerne ein bisschen ruhiger angehen lassen wollte, lauschte zum Beispiel im Klangnest Singer-Songwriter, die den Waldrand mit ihren Melodien erfüllten.

Auf den anderen Bühnen war dagegen Party angesagt: Im Zauberwald tanzte das Publikum beispielsweise mit „Acrobatic Colours“ Polonaise zur Titelmelodie der „Ghostbusters“. Im Jägerzirkus und auf der Brockenbühne, der Mainstage, konnten die Festivalgänger dagegen wahlweise im Zelt oder unter freiem Himmel abrocken. Bereits am Donnerstag lockten „Bosse“ und später das Rocken-Am-Brocken-Urgestein „Schluck den Druck“ Tausende Besucher vor die Bühnen.

Am Freitag war „Feine Sahne Fischfilet“ unbestrittener Tages-Headliner: Bereits zum dritten Mal begeisterte die Band beim Festival, diesmal mit einer Schlauchbootfahrt auf der Menge und einer großen Feuerwerksshow. Am Samstag brachte das Hip-Hop-Duo „SXTN“ aus Berlin die Party mit provokanten Texten voll derber Ausdrücke und einer Menge guter Laune zum Überlaufen. Danach ging es mit „Irie Révoltés“ weiter – die eigentlich aus Heidelberg stammende Band lieferte einen feurigen Mix aus Reggae, Ska, Rap und Punk, begleitet von ihren deutsch-französischen Songtexten.

Vielfältiges Programm

Das Rahmenprogramm war wie immer vielfältig und breit gefächert: Beachvolleyballturnier am nahe gelegenen Waldbad, Yoga, Partnermassage, Siebdruckworkshop und vieles mehr wurden den Brocken-Rockern geboten. Besonders beliebt war auch die mittlerweile traditionelle Akustikwanderung. Hier konnte man von professionellen Rangern durch den Nationalpark in die Welt der Luchse und anderer Tiere geführt werden.

Wie für Festivals üblich, zeichnete sich auch das „Rocken am Brocken“ durch einige Trends aus. Von den bunten Tieranzügen wurde sich auch 2017 noch nicht verabschiedet, am Rand des Nationalparks tummelten sich allerhand Bären, Einhörner und sogar das ein oder andere Pikachu. Das absolute „Must-Have“-Accessoire war für viele in diesem Jahr allerdings Glitzerstaub: Ob auf den Wangen, den Augenlidern oder direkt im ganzen Gesicht verteilt, dank des besonderen Make-Ups funkelten die Festivalbesucher um die Wette.

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