Netzhautschäden mithilfe der Optischen Kohärenztomografie frühzeitig erkennen

BUXTEHUDE. Ein technisch hochentwickeltes Gerät ermöglicht Gesundheitsvorsorge fürs Auge auch beim Optiker. Mit der Optischen Kohärenztomografie können krankhafte Veränderungen der Netzhaut schnell festgestellt werden. Dieses Verfahren bietet – als einziger im Landkreis Stade – Optiker Franz an.

„Es ist absolut schmerzfrei, es sind keine Tropfen notwendig und es gibt keinerlei Beeinträchtigungen oder Nebenwirkungen“, sagt Jonas Laengner. Der Augenoptiker steht kurz vor Abschluss seines Studiums zum Optometristen und ist bei Optiker Franz Experte für die Optische Kohärenztomografie, kurz: OCT (engl. optical coherence tomography).

Warum eine gesunde Netzhaut so wichtig ist

Die Netzhaut ist die Leinwand des Auges. Hier entsteht das Sehen. Dabei wird Licht in elektrische Signale umgewandelt, die der Sehnerv an das Gehirn weiterleitet, wo sie zu einem Bild zusammensetzt werden. Ist die Netzhaut nicht intakt, kann das Sichtfeld der Augen beeinträchtigt werden. Zwei der häufigsten Augenerkrankungen, der „Grüne Star“ (Glaukom) und die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), entstehen durch krankhafte Ablagerungen auf der Netzhaut. Bei der AMD resultieren diese aus einer unzureichenden Versorgung der Netzhaut mit Nährstoffen, beim Grünen Star wird der Sehnerv durch einen erhöhten Augeninnendruck oder eine verminderte Durchblutung geschädigt. „Mit Hilfe der OCT kann dies frühzeitig erkannt und eine daraus resultierende Seheinschränkung gestoppt werden“, sagt Jonas Laengner.

Wann und für wen eine Optische Kohärenztomografie sinnvoll ist

Wenn man feststellt, dass man nicht mehr so gut sehen kann, hat sich die Netzhaut in den meisten Fällen bereits verändert – sollten keine anderen Ursachen zugrunde liegen. Deshalb empfiehlt Jonas Laengner, die Optische Kohärenztomografie als vorbeugende Untersuchung für die eigene Gesundheitsvorsorge zu nutzen. Frühzeitig erkannt, können Schäden zumeist ohne operativen Eingriff gestoppt werden. Generell gilt, dass Menschen spätestens ab 60 Jahre oder wenn die Sehleistung nachlässt, die Netzhaut untersuchen lassen sollten. Bei Frauen können Auffälligkeiten an der Netzhaut schon in jüngeren Jahren auftreten. Gibt es bereits Vorerkrankungen in der Familie, sollte eine frühzeitigere Untersuchung abgewogen werden.

Das Ergebnis ist sofort auf dem Bildschirm zu sehen.

Ablauf der OCT

Die Untersuchung ist unaufwändig. Ähnlich einer augenärztlichen Untersuchung mit einer Spaltlampe liegt das Kinn des Kunden auf einer Halterung. Das zu untersuchende Auge blickt auf einen Punkt, sekundenschnell wird ein Bild von der Netzhaut gemacht. Das Ergebnis ist sofort auf dem Bildschirm zu sehen und der Optiker betrachtet gemeinsam mit dem Kunden die Bilder und beurteilt die Aufnahmen.

Wie oft die OCT empfehlenswert ist

Eine jährliche Untersuchung ist empfehlenswert, sofern bereits Auffälligkeiten an der Netzhaut festgestellt wurden, eine augenärztliche Therapie aber noch nicht notwendig war. Ansonsten genügt eine Kontrolle alle zwei Jahre.

Krankenkasse trägt die Kosten nicht

Auch viele Augenärzte nutzen die OCT-Technologie, um Netzhautveränderungen festzustellen. Die Kosten für diese Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) werden von den Krankenkassen nicht übernommen. Eine Untersuchung beim Optiker dient der Beratung hinsichtlich der Optimierung der Sehleistung. „Unsere Aufgabe ist es, dem Kunden zu seiner bestmöglichen Sehleistung zu verhelfen“, sagt Jonas Laengner. Ein Verweis auf eine empfohlene Behandlung durch den Augenarzt gehöre zu einer allumfänglichen Beratung dazu. Die OCT-Untersuchung kostet bei Optiker Franz 60 Euro.

Kontakt zum Experten aufnehmen:

Optiker Franz
Lange Straße 44
21614 Buxtehude

Tel.: 0 41 61 / 45 43
E-Mail: optikerfranz(at)gmx.com
Web: www.optiker-franz.de

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