01.06.2020, 17:30
Schüsse auf 22-Jährigen in Hamburg-Bergedorf

HAMBURG. Nach den Schüssen auf einen 22-Jährigen an einer Bushaltestelle in Hamburg-Bergedorf am Sonnabendabend sind die Hintergründe der Tat weiter unklar. Nach den mutmaßlich drei Tätern werde weiterhin gefahndet, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit.


Der 22-Jährige und seine 14 Jahre alte Begleiterin hätten sich bisher wenig kooperativ gezeigt, weshalb man zu den Hintergründen noch keine Angaben machen könne, sagte der Sprecher weiter. Auf den 22-Jährigen war am Sonnabendabend an einer Bushaltestelle in der Straße Fockenweide von mutmaßlich drei maskierten Männern vier Mal geschossen worden.

Er erlitt dabei schwere Verletzungen an Bein und Gesäß und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Seine Begleiterin wurde von den Tätern mit Pfefferspray leicht verletzt. Sie kam nach dem Angriff zwischenzeitlich ebenfalls zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Im Rahmen einer groß angelegten Fahndung unmittelbar nach der Tat gab es an der nahegelegenen S-Bahn-Haltestelle Nettelnburg eine Festnahme. Man gehe derzeit aber nicht davon aus, dass der festgenommene Mann etwas mit der Tat zu tun habe, sagte der Polizeisprecher. Man habe bei ihm eine erhebliche Menge Drogen gefunden. Gegen den Mann werde nun aufgrund des Verdachts auf den gewerbsmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln ermittelt.

Polizei prüft Zusammenhang mit ähnlicher Tat

Außerdem sagte der Polizeisprecher, dass derzeit geprüft werde, ob es zwischen dem Angriff auf den 22-Jährigen und die 14-Jährige und einer ähnlichen Tat vor einigen Wochen in Hamburg-Fischbek einen Zusammenhang gibt. Dort wurde Anfang April einem 28-Jährigen in den Oberschenkel geschossen.

Bei der Großfahndung am Sonnabendabend kamen neben mehreren Polizeifahrzeugen auch ein Hubschrauber und ein Personenspürhund der Polizei zum Einsatz. Die S-Bahn-Strecke zwischen den Haltestellen Billwerder-Moorfleet und Bergedorf wurde von der Polizei zwischenzeitlich gesperrt.

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