15.04.2018, 10:20
B 74: Zwei Tote nach Verkehrsunfall
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HAGENAH. Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 74 zwischen den Ortschaften Hagenah und Elmerheide sind in der Nacht zu Sonntag zwei Autoinsassen ums Leben gekommen. Zwei weitere erlitten schwere Verletzungen.

Ein dunkelblauer Opel Corsa war am Sonnabendabend gegen 23.30 Uhr in Richtung Bremervörde unterwegs, als er kurz hinter der Ortschaft Hagenah auf gerader Straße aus bislang ungeklärter Ursache ins Schleudern geriet. Der Kleinwagen prallte zunächst auf der rechten Seite gegen eine neue Leitplanke, schleuderte dann zurück auf die Fahrbahn und über den Fußweg und kollidierte im linken Seitenraum mit einem Baum. Eine Autofahrerin, die zufällig an der Unfallstelle vorbeikam, setzte den Notruf ab und kümmerte sich um die Insassen.

Drei Insassen sind schwer eingeklemmt

Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte die Feuerwehren Hagenah, Oldendorf und Schwinge, die mit 50 Freiwilligen anrückten. Außerdem entsandte sie einen Notarzt aus Bremervörde, einen Notarzt aus Stade und mehrere Rettungswagen des DRK-Rettungsdienstes. Als die Einsatzkräfte an der Unglücksstelle eintrafen, erkannten sie, dass sich in dem Wrack entgegen der ersten Meldung vier und nicht zwei Insassen befanden und drei von ihnen schwer eingeklemmt waren. Lediglich der Fahrer konnte leicht befreit werden.

Für zwei Männer kam jede Hilfe der Notfallsanitäter und Notärzte zu spät. Sie verstarben noch an der Unfallstelle. Die Feuerwehrleute schnitten sie mit schwerem hydraulischen Rettungsgerät aus dem völlig zertrümmerten Opel Corsa. Unter anderem mussten sie das Dach abtrennen, um sie bergen zu können. Ein lebensbedrohlich verletzter Mann und eine schwer verletzte Frau kamen im Rettungswagen ins Stader Elbe Klinikum. Pastor und Feuerwehrmann Christian Berndt kam als Notfallseelsorger an die Einsatzstelle, um Zeugen und Einsatzkräften zur Seite zu stehen. Zwei seiner Kollegen kümmerten sich zusammen mit Polizisten um die Angehörigen der Unfallopfer.

Polizei will Unfallhergang rekonstruieren

Feuerwehrleute und Polizisten sperrten die Unfallstelle weiträumig ab, der Verkehr wurde bereits ab Hagenah und Elm umgeleitet. Die Einsatzkräfte halfen beim Aufräumen und leuchteten die Unfallstelle aus. Wie es zu dem Unglück kam, untersucht die Polizei. Die Ermittler haben die Spuren des Unfalls aufwendig dokumentiert – unter anderem mit einer 3D-Videotechnik. In der Nacht zu Sonntag war der Asphalt nass, es war diesig. Schilder warnen auf dem Streckenabschnitt vor regelmäßigem Wildwechsel.

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