12.04.2018, 08:54
Familiendrama am Jungfernstieg - Mutter und Kleinkind erstochen
Leserbrief
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Guten Morgen, nur eine kurze Bitte an alle Teilnehmer dieser Diskussion: Bitte bleiben Sie sachlich und bitte bleiben Sie beim Thema. Reine Sticheleien und (...)

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HAMBURG. Er soll seine Ex-Frau und sein kleines Kind mitten in der Hamburger Innenstadt mit einem Messer getötet haben: Die Polizei hat einen 33-Jährigen festgenommen. Warum der Vater zustach, ist noch unklar.

Grausames Verbrechen mitten in Hamburg: Ein Kleinkind und seine Mutter sind bei einem Messerangriff an einem belebten Bahnsteig am Jungfernstieg getötet worden. Der Ex-Mann der Frau wurde am Donnerstag als Verdächtiger festgenommen - er ist auch der Vater des Kindes. Die Hintergründe des Familiendramas waren noch unklar. Der 33-Jährige aus dem Niger habe "sehr gezielt und sehr massiv" auf seine beiden Opfer eingestochen, sagte Polizeisprecher Timo Zill. Die Tatwaffe sei noch nicht gefunden.

Der Verdächtige hatte laut Polizei selbst den Notruf gewählt, dieser erreichte die Polizei gegen 10.50 Uhr. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Das Kind, das nach Angaben des Polizeisprechers etwa zwei oder drei Jahre alt war, starb noch am Tatort. Die Mutter erlag ihren Verletzungen im Krankenhaus. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Aber: "Viele Details sind momentan noch für uns völlig unklar", sagte Zill.

Seinen Angaben zufolge waren zum Zeitpunkt der Tat zahlreiche Menschen am Bahnhof. Es gebe deshalb viele Zeugen, die befragt würden. Ein Kriseninterventionsteam sei vor Ort. Die Auswertung von Videos dauere an.

Jungernstieg weiträumig abgesperrt

Der Bereich am Jungfernstieg wurde weiträumig abgesperrt, zeitweise kam es deshalb zu Behinderungen im Straßenverkehr. Die Hamburger S-Bahn meldete, dass der Verkehr zwischen Hauptbahnhof und Altona wegen des Polizeieinsatzes gesperrt sei. Der Zugang zur S-Bahn war nach der Tat erst einmal nicht möglich. Mittlerweile ist der Polizeieinsatz beendet. Die Züge verkehren wieder planmäßig.

In jüngster Zeit hatten mehrere mit Messern verübte Beziehungstaten große Bestürzung ausgelöst. Im Oktober tötete ein Pakistaner seine zweijährige Tochter im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek. Vor Gericht gestand er die Tat, der Prozess läuft noch. Im März wurde in Flensburg eine 17-Jährige erstochen, ihr Freund, ein 18-jähriger Flüchtling aus Afghanistan, steht unter Tatverdacht.

In Kiel läuft zurzeit ein Prozess gegen einen 40-jährigen Türken, der seine 34 Jahre alte Frau mit 23 Messerstichen auf offener Straße erstochen haben soll. Eines der drei gemeinsamen Kinder musste die Tat mit ansehen. Das Urteil wird am 24. April erwartet. In Freiburg (Baden-Württemberg) steht derzeit ein 53-jähriger Deutscher algerischer Herkunft vor Gericht, weil er seine Ex-Freundin und den gemeinsamen Sohn am 28. Juli 2017 vor einer Tiefgarage in Teningen mit einem Küchenmesser getötet haben soll.

Ende 2016 hatte der Tod einer 38-Jährigen in Kronshagen bei Kiel für Entsetzen gesorgt. Ihr damals 41 Jahre alter Mann aus Togo hatte die Mutter von zwei Kindern mit Benzin übergossen und angezündet. Er wurde vom Gericht in eine Psychiatrie eingewiesen.

 

(dpa)

Leserbrief


Kommentare
Die Kommentare geben nicht die Meinung der Zeitung wieder. Sie sind Einzelmeinungen der Leser, keine repräsentative Auswahl.

Alexander Schulz schrieb am 23.04.2018 09:32

Guten Morgen, nur eine kurze Bitte an alle Teilnehmer dieser Diskussion: Bitte bleiben Sie sachlich und bitte bleiben Sie beim Thema. Reine Sticheleien und Provokationen haben Sie nicht nötig. Mit freundlichem Gruß, Alexander Schulz, TAGEBLATT online.

Reiner Kuball schrieb am 23.04.2018 08:57

Ich gestehe ein, dem intellektuellem Level (und nicht nur dem) der Herren Exner und Söhl bin ich nicht gewachsen.

Heiko Söhl schrieb am 23.04.2018 06:40

RK: Sehr geehrter Herr Kuball. Natürlich "kann" Gute Besserung strafrechtlich relevant sein, es muss aber zunächst im Kontext zu etwas Anderem stehen. Wenn Sie noch einmal genau hinsehen, dann erkennen Sie darüber hinaus, dass der betreffende Kommentar von mir teilweise stark überzogen und nicht ernst gemeint ist (u.a. zu erkennen an ":)" und ";)"). Gerne können Sie das jedoch juristisch überprüfen lassen. Bei Ihrem Vorwurf, ich sei "täterorientiert" (Beihilfe, Anstiftung, Verdunkelung von Straftaten usw.) kann ich dies nicht erkennen. Aber ich nehme das nicht ernst, genau so wie viele andere abstruse Vorwürfe hier (ich legalisiere Straftaten, Troll usw.), weil es einfach jeglicher Grundlage entbehrt und eine andere Meinung diffamieren soll. Und in der Regel weiß ja jeder Leser dieses Forums, wer immer wieder das Gleiche sagt und z.B. vor "Fakten" (offizielle Zahlen) die Augen verschließt oder sie einfach mal weglässt, wenn es denn gerade passt... Nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen Start in die Woche.

Peter Exner schrieb am 22.04.2018 16:57

Hallo, Herr Tietje! Gute Frage! Antwort: Ausgangspunkt war die steile These, dass Straftaten gegen Leib und Leben, begangen von nach Deutschland Geflüchteten, Ergebnis (sic!) der so genannten Willkommenskultur seien. Ein Forist hat das zu Recht als Stimmungsmache qualifiziert. Einer argumentativen Auseinandersetzung hat sich der Initiator dieses Threads, wiewohl von ihm wiederholt eingefordert, weitestgehend entzogen. Meinen Hinweis auf seine Gleichsetzung von persönlichen Anwürfen mit bloßen Meinungäußerungen hat er anscheinend gar nicht verstanden. Ich hoffe, ich konnte Ihnen auf die Sprünge helfen, und erwarte nun Ihren sachlichen Beitrag ohne süffisanten ironischen Unterton.

Klaus Tietje schrieb am 22.04.2018 12:05

Worum ging es hier eigentlich noch?

Reiner Kuball schrieb am 22.04.2018 11:59

Herr Exner, es geht doch gar nicht darum, "wie ich gehandelt hätte". Das ist alle hypothetisch. Wir werden die "Flüchtlingskrise" hier nicht erschöpfend diskutieren können. Richtig ist, Sie haben das "Farbadjektiv" nie benutzt. Auch ohne dies explizit zu tun, haben Sie sehr wohl versucht, mich in diese dunkle Ecke zu drängen. Stehen Sie doch einfach dazu. Den Unterschied zwischen sachlichen Argumenten und Meinung, glaube und hoffe ich, doch ein wenig zu kenne.

Peter Exner schrieb am 22.04.2018 11:42

Sehr geehrter Herr Kuball! 1. Bitte lesen Sie sorgfältig und zitieren Sie vollständig. Das von Ihnen inkriminierte Farbadjektiv habe ich nie benutzt. 2. Bemerkenswert, dass Sie Argumente ad hominem plötzlich als "Meinung" bezeichnen. Die einzige These, die Sie hier gebetsmühlenartig wiederholen, ist doch die folgende: Frau Merkel hat im Herbst 2015 widerrechtlich Ausländer ins Land gelassen, von denen ein Teil Straftaten begangen hat. Fakt ist doch, dass unsere Bundesregierung jahrelang Griechenland und Italien mit der Flüchtlingsproblematik allein gelassen und die Beiträge für das UN-Flüchtlingshilfswerk radikal gekürzt hat. Als sich die Menschen dann auf den Weg nach Norden machten, gab es zwei Möglichkeiten: den Zuzug zulassen oder mit Zwangsmaßnahmen abwehren. Wie hätten Sie, Herr Kuball, in dieser Situation gehandelt, wenn Sie in verantwortlicher Position gewesen wären? Und sind Sie nicht mittlerweile zufrieden mit unserer Regierung, die alles tut, um Migranten draußen zu halten?

Reiner Kuball schrieb am 21.04.2018 18:58

Das alles ist Meinung, mitunter polemisch. Wenn Sie das Forum aufmerksam verfolgen, ist da ein "Geben und Nehmen"; auch beim "Nehmen" bin ich durchaus nicht empfindlich. Sie, Herr Exner, haben z.B. versucht mich in die "braune Ecke" zu schieben, das war nun alles andere als redlich. Abgehakt. Eine Beleidigung, die strafrechtlich relevant ist, hat jedoch eine andere Qualität.

Peter Exner schrieb am 21.04.2018 16:44

Das Abgleiten in den persönlichen Bereich ist hier leider gar nicht singulär. Ein paar Beispiele: "von Leuten wie Ihnen"; "Nazikeule schwingen, wenn Ihnen die Argumente fehlen"; "intolerant"; "von eigenem Liberalismus"; "ideologische Brille"; "selektives Mitgefühl"; "von Redlichkeit doch sehr weit entfernt"; "Sie scheinen mir täterorientiert"; Sie werden gute Argumente haben, warum der Syrer zum Täter wurde." Wer im Glashaus sitzt...

Reiner Kuball schrieb am 21.04.2018 15:46

Sie werden als Polizeibeamter wissen, dass die Bemerkung "Gute Besserung" strafrechtlich relevant ist. Warum müssen Sie, wenn Sie wohl nicht weiter wissen, beleidigend in den in den persönlichen Bereich abgleiten. Solches ist hier im Forum eher singulär und ich halte dies für armselig.

Heiko Söhl schrieb am 21.04.2018 14:20

RK: richtig...Ich liebe alle Täter und verachte die Opfer! Zufrieden? :) Übrigens werden solche Hinweise nicht ohne Grundlage veröffentlicht, aber auch das werden Sie drehen können, wie es passt! Gute Besserung ;)

Reiner Kuball schrieb am 21.04.2018 13:46

@HS Mag sein, dass ich mir "kaum vorstellen kann", wie viele Täter und Opfer mit all den verschiedenen Geschichten und Hintergründen Sie in Ihrem Leben schon getroffen haben. Gleichwohl gibt es durchaus auch andere Menschen, die im Laufe ihres Lebens Erfahrungen mit ihren Mitmenschen, sei es negativer, sei es positiver Natur, gesammelt haben, von persönlichen Höhen und Tiefen ganz abgesehen.

Reiner Kuball schrieb am 21.04.2018 12:48

@HS Fakten, Herr Söhl, Fakten! "Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung" sind eben keine", das sollte Ihnen als Polizeibeamter klar sein. Sie scheinen mir eher täterorientiert, ich eher opferorientiert.

Heiko Söhl schrieb am 20.04.2018 20:38

KT: Sie können sich kaum vorstellen, wie viele Täter und Opfer mit all den verschiedenen Geschichten und Hintergründen ich in meinem Leben schon getroffen habe. Nicht nur in Deutschland, sondern mehrere Jahre auch in Nachkriegsgebieten. Das hat meine Sinne geschärft. Ich wünsche Ihnen auch ein schönes Wochenende!

Klaus Tietje schrieb am 20.04.2018 20:15

@HS: Nicht nur im Netz suchen, das kann jeder. Mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen ist schon schwieriger. Wünsche ein schönes und sonniges Wochenende. Könnte auch ne Erholung für alle Sinne sein.

Heiko Söhl schrieb am 20.04.2018 20:01

KT: Ich hab gesucht und keinen Artikel im Netz gefunden, der Ihre Wahrnehmung auch nur halbwegs untermauern könnte. Soll diese Übertreibung Stilmittel sein oder politischen Zwecken dienen?

Klaus Tietje schrieb am 20.04.2018 19:51

Jetzt lasst doch endlich mal den armen Täter in Ruhe. Der hat doch schon schwer genug zu tragen.Ja, so ist es mittlerweile in Deutschland, unser Mitgefühl gilt den Tätern und wir verurteilen die Opfer.

Heiko Söhl schrieb am 20.04.2018 16:45

RK: warum haben Sie den Hinweis auf eine mögliche psychische Erkrankung des Täters weggelassen? Passt das gerade nicht zur Stimmungsmache?

Reiner Kuball schrieb am 20.04.2018 10:51

"GEMEINSAME ERKLÄRUNG Donnerstag, 15.03.2018 Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird." Diese Erklärung wurde ursprünglich nur von Akademikern unterschrieben, u. a auch von dem Publizisten Heryk M. Broder. Alle in die "braune Ecke", Herr Exner, Herr Kania?

Reiner Kuball schrieb am 20.04.2018 10:01

Fakten Herr Exner (in Tageblatt-online nachzulesen): "Hamburger Polizisten haben am Freitagmorgen einem Mann ins Bein geschossen, der im Stadtteil Wandsbek Passanten mit einem Messer bedrohte. Der 24-Jährige Mann sei ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann aus Kamerun sei am Morgen die Straße entlang gelaufen und habe mit dem Messer Passanten bedroht. Als die Beamten eintrafen, habe einer zunächst einen Warnschuss abgegeben, sagte der Sprecher. Als der 24-Jährige dann auf die Polizisten "bedrohlich zuging", habe ein Beamter ihm ins Bein geschossen."

Reiner Kuball schrieb am 19.04.2018 20:04

Ich sehe beim besten Willen nichts von Anwürfen und Anschuldigungen; also erübrigt sich ein "eingehen". Im Übrigen erinnern wir uns: S i e haben versucht, mich in die "braune Ecke" zu drängen. Das sehe ich von Redlichkeit nun doch sehr weit entfernt. Argumente zu den dargestellten Fakten sehe ich leider nicht.

Peter Exner schrieb am 19.04.2018 18:00

1. Ich habe Herrn Dr. Kissler nicht abgewertet, sondern Ihrem Wunsche entsprechend politisch eingeordnet. 2. Ich werde nicht auf Ihre Anwürfe und Anschuldigungen eingehen. Seien Sie versichert, dass auch ich die Technik des Copy & Paste beherrsche. Das finde ich armselig. 3. Und zum Schluss noch die gute Meldung der Woche: Im abgelaufenen Jahr sind 234 Sexualstraftaten in der Bundeswehr gemeldet worden. In keinem der Fälle ist einer der 1600 muslimischen Soldaten der Tat verdächtig!

Reiner Kuball schrieb am 19.04.2018 16:59

Der Täter, der in Berlin einen jungen Israeli körperlich angegriffen hat, war kein Bulgare, kein Rumäne, kein Russe, kein Italiener, keine Franzose, kein Japaner, kein Chinese, usw. Es war ein Syrer. Aber Sie, Herr Exner, werden gute Argumente haben, warum dieser Syrer zum Täter wurde.

Reiner Kuball schrieb am 19.04.2018 07:53

Den Herrn Kissler abzuwerten ist leicht. Er ist gleichwohl ein renomierter, bürgerlicher Zeitgenosse. Ihnen seinen Artikel zu interpretieren, erspare ich mir; sie werden das mit Hilfe Ihrer ideologischen Brille selbst schaffen.Argumentativ kommt von Ihnen allerdings zu dem von ihm verfassten Artikel nichts. Soviel zu Ihrer "sachlichen" Argumentation. Zu den jüngsten antisemitischen Ereignissen in Deutschland lese ich von Ihnen was bitte? Mitgefühl? Respekt? Scheint mir bei Ihnen doch sehr selektiv zu sein.

Peter Exner schrieb am 18.04.2018 21:39

Der Autor, dem selbst der Papst zu liberal ist, steht mit seinen Äußerungen im politischen Meinungsspektrum unbestritten ziemlich weit rechts. Außerdem ist sein verschwurbeltes Deutsch nicht immer leicht zu entziffern. Oder haben Sie den Satz mit dem Meinungspoker der Etatisten verstanden? Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Wie wäre es, wenn Sie im Gegenzug mal eine meiner Fragen beantworten?

Reiner Kuball schrieb am 16.04.2018 18:32

Nachfolgend der gesamte Artikel: "In Hamburg wurden durch einen Doppelmord vier Kinder zu Halbwaisen. Es handelt sich um die Kinder der deutschen Staatsangehörigen Sandra P., 3 und 6 und 7 und 15 Jahre alt. Sandra P. wurde 34 Jahre alt. Sie fand am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit ihrer jüngsten Tochter einen grausamen Tod. Dem einjährigen Kind wurde vom Vater die Kehle durchschnitten, nachdem er Sandra P. vor den Augen ihres neuen Freundes am Bahnhof Jungfernstieg erstochen hatte. Der Täter ist ein Mann aus dem Niger, mit dem Sandra P. drei Monate lang zusammen war. Nach seinem Doppelmord rief der 33-jährige Mourtala M. selbst die Polizei. Der Doppelmord von Hamburg zeigt in exemplarischer Verdichtung, dass falsches Denken grausame Folgen zeitigen kann. Der Staat toleriert Gesetzesübertretungen, die von Kirche und Grünen begrüßt werden, und am Ende zahlen Frauen und Kinder die Zeche. Auch in Kandel und in Freiburg waren es Frauen, die ermordet wurden von Asylbewerbern mit prekärem Aufenthaltsstatus. In Hamburg hatte Mourtala M. der „Lampedusa-Gruppe“ angehört, der ein ausführlicher Eintrag bei Wikipedia gewidmet ist. Die „Lampedusa-Gruppe“ besteht aus im Jahr 2013 nach Deutschland migrierten Afrikanern, die bereits zuvor in Italien das Asylverfahren durchlaufen hatten. Sie durchquerten innerhalb der EU mehrere Staaten, „flohen“ von einem Land in das andere, in dem sie folglich kein Recht mehr auf dauerhafte Bleibe erwerben konnten. Kirchenasyl: Falsch verstandene Nächstenliebe Dennoch stießen sie hier, in Deutschland, auf das praktische Wohlwollen von Kirche und Grünen und vermutlich auch weiten Teilen der Hamburger Stadtbevölkerung. Der Moslem Mourtala M. lebte zunächst im seinerseits bestenfalls halblegalen, staatlicherseits aber geduldeten Kirchenasyl der St.-Pauli-Gemeinde, wo er sich offenbar für islamistische Internetangebote zu interessieren begann und zum Fan des Salafistenpredigers Pierre Vogel wurde. Das Kirchenasyl beruht auf einer nicht nur theologisch fatalen Verwechslung von (gebotener) Nächsten- und (unbiblischer) Fernstenliebe. Wenn die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche mitteilt, mit dem Kirchenasyl träten die Kirchgemeinden „zwischen Behörden, die Anordnungen zum Abschiebungsvollzug auszuführen haben, und Flüchtlinge“, gesteht sie damit ein, dem Rechtsstaat in die Speichen greifen zu wollen. Zumal das Kirchenasyl sogar Rückführungen „innerhalb Europas“ verhindern soll, etwa von Deutschland nach Italien, „auch dann kann der Schutz durch eine Gemeinde nötig werden“. So wird die Europäische Union als gemeinsamer Raum des Rechts von Asylaktivisten ausgehebelt – mit dem Segen des Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und vieler anderer kirchlicher Funktionäre. Über Recht und Gesetz Was die Hamburger Grünen wiederum zur „Lampedusa-Gruppe“ verlautbarten, gehört zum Kernbestand des neudeutschen Moralregiments auf anderer Leute Kosten: Es gebe eine Pflicht zur „humanitären Verantwortung“, denn „Hamburg ist eine weltoffene Stadt, die sich Humanität leisten kann und muss“. Weltoffenheit, der altgediente Joker im Begriffspoker der Etatisten, soll ein Staat dadurch dokumentieren, dass er Illegalität prämiert und sie auf dem Verwaltungsweg in Legalität verwandelt. Auch die Hamburger Grünen wissen, dass die afrikanischen Migranten „keinen legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland“ haben. Das ficht die Grünen nicht an, es brauche ein „Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen“. Und die „Hetze durch die Polizei“ müsse ein Ende haben. So treffen sich christliche Kirchenasylaktivisten und grüne Weltverbesserer in ihrer Fundamentalkritik am Rechtsstaat: Dort das christliche Gewissen, hier die eigene Humanität stehen höher als Recht und Gesetz. Der Hamburger Doppelmord ist nicht die logische, aber eben doch auch eine Folge von soviel selbstgerechter Überhebung. Der Mensch, der aus fremden Gewaltkulturen nach Europa kommt, wird entweder für eine Tabula Rasa gehalten, die nach Belieben mit europäischen Werten beschrieben werden kann – oder aber für einen edlen Wilden, von dem die aufnehmende Gesellschaft nur lernen könne. Das eine ist Gefühlschristentum ohne Bibel, das andere Vulgärrousseauismus. Beides verkennt die Realität des Menschlichen auf tragische Weise und zum eigenen Moralvergnügen. Übrigens ereignete sich der Hamburger Doppelmord in der Geburtsstadt der amtierenden Bundeskanzlerin. Ein Wort hierzu von Angela Merkel ist bisher nicht überliefert." Respekt vor den Opfern? Leicht gesagt und geschrieben, denn sie haben nichts mehr davon.

Reiner Kuball schrieb am 16.04.2018 18:26

Alexander Kissler im heutigen Cicero-online: "Ein Asylbewerber tötet in Hamburg seine ehemalige Freundin und ihr gemeinsames Kind. Der tragische Fall zeigt, dass falsches Denken schlimme Folgen haben kann. Der Staat, die Kirchen und die Grünen sollten ihre Sympathie für Rechtsbeugungen überdenken." In welche Ecke, verehrter Herr Exner stellen wir nun den Herrn Kissler und das Cicero-Magazin? Auch in die braune?

Jochen Mextorf schrieb am 15.04.2018 07:56

Nach dem Tod des Migrationsförderers Peter Sutherland könnten sich in der Migrationssituation Veränderungen ergeben.

Peter Exner schrieb am 14.04.2018 18:15

Apropos "unkontrollierte Zuwanderung": Schon mal was von der Khartoum-Erklärung, von Frontex, von Eurosur gehört? Türkei-Deal? Stopp des Familiennachzugs? Schließung der Balkanroute? Dublin III wäre so schön gewesen. Aber diese Griechen und Italiener werden einfach nicht mit der Einwanderung fertig. Was schlagen Sie vor, Herr Kuball? Was war an Frau Merkels "Rechtsbeugung" verwerflich? Hätten wir wieder einen Schutzwall, diesmal gegen Ungarn, errichten sollen? Kommen Sie raus aus Ihrer Filterblase, lassen Sie das Jammern sein und argumentieren Sie endlich. Und bleiben Sie vor allem sachlich!

Reiner Kuball schrieb am 14.04.2018 09:40

Es lohnt nicht, mit Zeitgenossen zu diskutieren, mit denen eine Diskussion nicht möglich ist, weil sie letztendlich stets die Nazikeule schwingen, wenn ihnen die Argumente fehlen. Kontroverse können sie wohl nur auf diese Weise austragen. Demokraten eigener Prägung, intolerant, von eigenem Liberalismus. EOM

Heiko Kania schrieb am 14.04.2018 09:19

Für mich ist der Kommentar von Herrn Exner überzeugend. Wenn Diskussionen mit Inhalten und Ansichten geführt werden, die im Ergebnis der Politik einer bestimmten Coleur entsprechen, sollte man sich nicht wundern, wenn Dritte „das Kind beim Namen nennen“; was man im übrigen ja wohl noch tun darf und vor allem sollte in diesem, unserem Land mit seiner Geschichte!

Jochen Mextorf schrieb am 14.04.2018 07:42

Phänomenal primitiv in der deutschen Diskussionskultur ist der Tatbestand, im Falle fehlender Argumente auf eine Farbe umzusteigen.

Reiner Kuball schrieb am 13.04.2018 20:03

Ach, Herr Exner, Ihre Interpretationen meiner Beiträge sind abwegig,und von Leuten wie Ihnen lasse ich mich nicht in die braune Ecke stellen. Ich gehöre seit mehr als 3 Jahrzehnten der CDU an, und zwar aus Überzeugung. "Ausländer raus" ist nun ganz gewiss nicht meine Maxime; ich bin mit mehr Ausländern vieler Nationalitäten befreundet bzw.bekannt als Sie sich vermutlich vorstellen können. Die Bundeskanzlerin hat klar und deutlich Rechtsbeugung begangen, und eben nicht nur für Flüchtlinge die Grenzen geöffnet. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn ich nur nur einmal die Pressemeldungen von heute nehme, dann lese leider nur von Taten von "Migranten", und zwar solche die auf das Leben von Mitmenschen abzielen. Die Politik gestaltet unser Leben, mitunter bis in den banalsten Lebensbereich. Aber für die unkontrollierte Zuwanderung, mit allen ihren Folgen (und die bestehen nicht nur aus Straftaten) ist sie nicht verantwortlich? Dann leben wir in der Tat in einem Staat, in dem Legislative und Executive wohl kaum noch Staatsgewalt in wesentlichen Teilbereichen ausüben.

Heiko Kania schrieb am 13.04.2018 19:12

Oder? Anders als Sie es in Bezug zu DER oder einer Willkommenskultur darzustellen versuchen, ist mir nicht bekannt, seit wann, in welchem Zusammenhang und wie dieser offensichtlich mit einer deutschen Frau verheiratete Mann nach Deutschland gekommen ist. „Willkommenskultur“ wird in meinem Bewusstsein im Zusammenhang mit der massenhaften Zuwanderung im vorvergangenen Jahr konstatiert. Und die war unter den damaligen Um- und Zuständen der Fluchtursachen - auch und vor allem wegen unserer auf christlicher Nächstenliebe beruhender Wertegemeinschaft - zwingend erforderlich und geboten. Mit und bei den damaligen Umständen hat unsere Bundeskanzlerin damals das Nötige, Erforderliche und Richtige für Flüchtlinge getan.

Peter Exner schrieb am 13.04.2018 19:11

Herr Kuball, was wollen Sie eigentlich? Wie soll ich als "Träger der Willkommenskultur" verhindern, dass Menschen "illegal" in unsere schöne Heimat eindringen? Soll ich an der Grenze einen Wall bauen oder die Flüchtlingsboote vor Lampedusa beschießen? Was wäre denn in Ihren Augen ein erfolgversprechender Weg? Und was - bitte schön - verteidige ich, was nicht zu verteidigen ist? Dunkel ist Ihrer Rede Sinn. Falls Ihnen eine "zielführende" Methode zur Immigrantenabwehr einfällt, bleibt immer noch die Frage, wer ist Schuld, wenn ein eingeborener Deutsche seine Familie meuchelt. Auch das soll vorkommen. Im Grunde genommen vertreten Sie doch hier die einfache These "Ausländer raus!" Und ja, damit stellen Sie sich in eine "moralisch abgewertete" Ecke. Ich könnte Ihnen sogar die Farbe dieser Ecke beschreiben...

Reiner Kuball schrieb am 13.04.2018 18:21

@HK Ich instrumentalisiere gar nichts; schon gar nicht die Opfer von Mördern. Der Sprecher des Hamburger Jugendamtes sprach in seltener Deutlichkeit von einem Doppelmord. "Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich"ist für mich zunächst einmal ein nichtssagender Allgemeinplatz. Der Täter gehörte zur sogenannten Lampedusa-Gruppe, die sich illegal in HH aufhielt. Es wird gemutmaßt, dass er aus Sorge vor bestehender Ausweisung gehandelt hat. Ohne die "Träger der Willkommenskultur" in Politik und Gesellschaft wäre die Tat nach meiner Einschätzung nicht erfolgt,da der Täter Deutschland gar nicht erreicht hätte. Das Rückgrat dazu zu stehen, würde ich von den Trägern der Willkommenskultur dann schon erwarten. Statt dessen wird etwas verteidigt, was nicht zu verteidigen ist, wohl um sich selbst zu entlasten und Menschen, die anderer Meinung sind, in eine moralisch abgewertete Ecke zu stellen. Oder?

Heiko Kania schrieb am 13.04.2018 14:50

@JM: JA! (Zumindest für mich als geltende Norm, das wird man ja wohl noch sagen / so handeln dürfen!!) @RK: Jeder Mensch ist verantwortlich für sein Handeln. Nicht eine oder DIE „Willkommenskultur“. Das von Ihnen in der Form Dargestellte ist die Instrumentalisierung von Verbrechensopfern für politische Zwecke. Auch daran gibt es vermutlich nichts zu beschönigen.

Jochen Mextorf schrieb am 13.04.2018 12:54

HK > Unzulässig? Wg. Political Correctness??

Reiner Kuball schrieb am 13.04.2018 12:40

@HK Diese Willkommenskultur hat eben auch dazu geführt, dass Menschen in unser Land kommen, die, wie dargestellt, Probleme sehr schnell auf furchtbare Weise lösen. Da gibt es nichts zu beschönigen.

Heiko Kania schrieb am 13.04.2018 12:25

@RK: Es ist - auch nach den ergänzenden Berichten von heute morgen über das Gerichtsverfahren- m.E. weiter unzulässig, hier eine / die „Willkommenskultur“ zu instrumentalisieren..

Reiner Kuball schrieb am 13.04.2018 12:08

@HK Mein Respekt für die Opfer ist gewiss nicht geringer als der ihre, nur hilft er Ihnen nicht mehr. Ich verwahre mich gegen den Vergleich mit der "Münster-Äußerung" von Frau von Storch. Wenn Sie den Artikel vollständig gelesen haben, werden Sie von noch einigen weiteren Tätern, mit welchem Migrationshintergrund auch immer,jedenfalls stets mit einem solchen, gelesen haben. Alle Taten endeten für die Opfer tötlich! Und das scheint mir seine Ursache darin zu haben, dass diese Täter aus anderen Kulturkreisen kommen. Jedenfalls lösen sie Probleme auf furchtbare Weise und nicht nach unseres zivilisatorischen Regeln.

Heiko Kania schrieb am 12.04.2018 21:16

@RK: ich denke, der Respekt vor den Opfern gebietet es, diese nicht in dieser Weise zu instrumentalisieren. Von Storch‘s Kommentar zu Münster ist da ein aktuelles Negativ-Beispiel. Was offensichtlich ist, der Tatverdächtige scheint aus Togo zu stammen. Mehr nicht.

Reiner Kuball schrieb am 12.04.2018 19:44

Auch hier lesen wir wieder einmal Ergebnisse der "Willkommenskultur" sehr tragischer Natur. Diese Opfer müssten doch bei funktionierendem moralischen Kompass den verantwortlichen Politikern wie Mühlsteine um den Hals hängen.

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