UPDATE
14.06.2019, 13:24
84-Jähriger nach Kollision mit parkendem LKW schwer verletzt

BUXTEHUDE. Ein Buxtehuder (84) hat am Freitag kurz vor neun Uhr die Kontrolle über seinen Nissan Micra verloren – und sich bei einer Kollision mit einem parkenden Sattelzug auf der Einfahrt zum Toom-Baumarkt am Ostmoorweg in Buxtehude schwer verletzt.

(Letztes Update am 14. Juni um 13.24 Uhr: Details zum Unfallhergang hinzugefügt.)

Der Buxtehude war laut Aussage von Zeugen mit einer „hohen Geschwindigkeit“ auf der K 40 (Harburger Straße) in Richtung B 73 unterwegs gewesen. Dabei habe der 84-Jährige mehrere Pkw überholt. Auf der Höhe der T-Kreuzung bog der Pkw-Fahrer nach rechts in den Ostmoorweg ab. Auch hier soll der Rentner an Fahrzeugen vorbeigezogen sein, bevor er auf den Parkplatz des Toom-Baumarktes abbog. Auf der Einfahrt stand ein nagelneuer Sattelzug. Der Buxtehuder überholte noch zwei weitere Kleinwagen, bevor sich sein Nissan Micra schließlich in den Sattelzug bohrte – und umkippte. Um den Verletzten aus dem Pkw holen zu können, schnitten Feuerwehrleute von Zug I der Ortsfeuerwehr Buxtehude die Beifahrerseite mit einer Rettungsschere auf. Der 84-Jährige stand aufrecht im Pkw, sagte Stadtbrandmeister Horst Meyer.

Mitarbeiter des Baumarktes eilten sofort zum Unfallort und kümmerten sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um den Eingeschlossenen, lobten die Polizeibeamten. Notfallsanitäter der kleinen G.A.R.D.-Wache am Alten Postweg in Buxtehude versorgten den als schwer verletzt eingestuften Fahrer, im Rettungswagen ging es zur Behandlung ins Asklepios Klinikum in Harburg.
Der Lkw-Fahrer, der zum Zeitpunkt des Unfalls im Führerhaus saß, kam mit dem Schrecken davon. Die Zugmaschine des Lastwagens wurde durch den Unfall schwer beschädigt und ist fahruntüchtig. Beim Aufprall wurde die Achse beschädigt.

Die Unfallursache ist bislang unklar. Der 84-Jährige berichtete, dass sein Automatikwagen auf der Harburger Straße plötzlich schneller gefahren sei. Ob der Unfall eine technische oder eine medizinische Ursache habe, ist laut Polizei noch offen. Eine Tüte mit Medikamenten lag im Kofferraum. Möglicherweise seien es auch „Alterserscheinungen“ gewesen. Polizeisprecher Rainer Bohmbach betont, dass Senioren nicht überproportional an Unfälle beteiligt seien, freiwillige Fahrfitness-Checks könnten sinnvoll sein. Bei nachlassendem Seh- und Hörvermögen oder Einschränkungen bei Beweglichkeit und Gesundheit sollte das Gespräch mit dem Arzt gesucht werden – unabhängig vom Alter.

Insgesamt erlitten 133 Senioren (ab 65 Jahre) laut Kreis-Unfallstatistik 2018 bei Verkehrsunfällen Verletzungen oder starben. Die Hauptunfallursache in dieser Altersgruppe sind Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren. Auch das Missachten von Vorfahrtsregeln spielt hier eine gewichtige Rolle. Der Anteil der Senioren ab 65 Jahre am Unfallgeschehen ist leicht von 20 auf 23 Prozent gestiegen. Damit waren sie an jedem vierten Unfall von 4673 beteiligt. Das entspricht ihrem Anteil an der Bevölkerung.

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