UPDATE
14.01.2021, 08:45
Auto am Bahnhof in Dollern steht in Flammen

DOLLERN. Ein Pkw ist in der Nacht zu Donnerstag am Bahnhof in Dollern in Flammen aufgegangen. Die Ortsfeuerwehr war um 3.48 Uhr alarmiert worden.

(Letztes Update am 14. Januar um 15.48 Uhr: Hintergrundinformationen zum Thema hinzugefügt.)

„Beim Eintreffen brannte das Fahrzeug bereits in voller Ausdehnung“, sagte der Feuerwehrsprecher Michael Dehmlow dem TAGEBLATT. Zwölf freiwillige Feuerwehrleute waren im Einsatz und bekämpften unter Atemschutz und mit Schaumlöschmittel den Brand. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr brannte der Renault Espace vollständig aus.

„Ermittlungen zur Brandursache laufen derzeit noch“, sagt Polizeisprecher, Rainer Bohmbach. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Fahrzeugbrand gemacht haben, sollten sich bei der Polizeistation Horneburg unter 0 41 63/82 89 50 melden.
In der Regel sind technische Defekte beziehungsweise Unfälle die Ursache bei den Fahrzeugbränden – gefolgt von Brandstiftung. 16.900 Fahrzeugbrände gab es im Jahr 2019, rechnete Kathrin Jarosch vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag vor. 2011 seien noch 19.000 Brandschäden registriert worden. Für die Einordnung: 48 Millionen Pkw gibt es aktuell. 86 Millionen Euro (2019) betrugen die Leistungen aus der Voll- und der Teilkaskoversicherung.

Häufigste Ursachen eines Fahrzeugbrandes

Ungefähr ein Fünftel der Fälle hätten einen kriminellen Hintergrund, vom Versicherungsbetrug über Vandalismus bis zum Racheakt. Die häufigsten Ursachen für einen Fahrzeugbrand sind laut Dekra: Kraftstoff- oder Ölaustritt auf heiße Motorteile oder Motoranbauteile (40 Prozent), Reibung von Fahrzeugteilen mit einem Betriebsstoff (26 Prozent) sowie Kurzschlüsse oder Feuerübergriff von einem anderen Fahrzeug. Und: Lediglich ein Prozent aller Fahrzeugbrände entsteht laut Dekra-Unfallforschung infolge einer Kollision.

Kreisfeuerwehrsprecher Stefan Braun betont, dass bei einem Pkw-Brand kein Anlass zur Panik bestehe. Fahrzeuge explodierten nicht wie im Action-Film. Fahrer hätten ausreichend Zeit, ihr Fahrzeug sicher zum Stehen zu bringen, die Unfallstelle abzusichern, sich (mit weiteren Insassen) bekleidet mit einer Warnweste hinter der Leitplanke in Sicherheit zu bringen und umgehend 112 zu wählen. Bis ein Pkw komplett in Flammen stehe, vergehen fünf bis zehn Minuten. Solange dauert es laut Dekra, GDV und ADAC in der Regel, bis die Flammen vom Motorraum in den Fahrzeugraum überspringen.

Im Fall der Fälle richtig reagieren

Wichtig sei es, Abstand zu halten: Denn Rauchgase, Flammen und Funkenflug seien eine Gefahr für Leib und Leben. Wenn es knallt, seien das die brennenden Reifen. Fahrzeugbrände seien höchst selten, bestätigt Polizeisprecher Bohmbach die Aussage der GDV-Sprecherin. In der Regel seien es technische Defekte wie Kurzschluss oder heiß gelaufene Lager, bei den Pkw-Bränden infolge eines Unfalls seien beim Aufprall oft Kraftstoffleitungen und Tanks beschädigt worden, weshalb sich Benzin oder Diesel entzünden. Es bleibe also Zeit, verletzte Insassen zu retten, so Braun und Bohmbach.

Feuerlöscher und Löschdecken sowie Scheibenhammer sollte jeder im Auto haben. Beim Entstehen könne der Brand im Motorraum von unten mit einem Feuerlöscher bekämpft werden. Die Motorhaube sollte allerdings nicht hochgerissen werden. Dadurch könnte es zur Verpuffung kommen, Sauerstoff würde dem Feuer sofort neue Nahrung geben. Besser sei es, auf die Profis der Feuerwehr zu warten und sich und andere vor den Flammen in Sicherheit zu bringen.


 

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