07.08.2020, 21:53
Ballenpresse in Flammen: Rauchwolke zieht über Ruschwedel

RUSCHWEDEL. Eine Rauchwolke stand am Freitagabend über Feldmark in der Nähe der Harsefelder Ortschaft Ruschwedel. Auf einem Acker war eine Ballenpresse in Brand geraten. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, der Sachschaden ist enorm.


Der Erntearbeiter hatte gegen 17.45 Uhr bemerkt, dass Flammen aus der Großballenpresse schlagen. Es gelang ihm noch, den als Zugmaschine fungierenden Traktor abzukoppeln, beiseite zu fahren und sich selbst in Sicherheit zu bringen. Der Mann setzte einen Notruf ab. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte die Feuerwehren aus Ruschwedel und Harsefeld. Der Brand breitete sich rasend schnell aus. Beim Eintreffen der Freiwilligen brannte die landwirtschaftliche Maschine bereits in voller Ausdehnung. Hohe Flammen schlugen aus der Ballenpresse. Die Rauchwolke, die über Ruschwedel zog, war aus etlichen Kilometern Entfernung aus zu sehen.

Weil sich die Einsatzstelle weit in der Feldmark, fernab vom Hydrantennetz, befand, rückte auch die Feuerwehr Apensen zur Unterstützung aus. Etwa 60 Ehrenamtliche waren vor Ort. Unter schwerem Atemschutz bekämpften die Einsatzkräfte den Brand. Inzwischen hatten auch einige Strohballen und mehrere Quadratmeter Stoppelfeld Feuer gefangen, wie Feuerwehrsprecher Günter Kachmann mitteilte.

Um genug Löschwasser vor Ort zu haben, wird schließlich ein Pendelverkehr eingerichtet.
  

Sachschaden in Höhe von 120.000 Euro

Auffrischender Wind begünstigte diese Entwicklung. Die Freiwilligen zogen das verkohlte Stroh auseinander und löschten es ab, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Um auf ausreichend Löschwasser zurückgreifen zu können, richteten die Feuerwehrleute einen Pendelverkehr mit ihren wasserführenden Großfahrzeugen ein.

Um die letzten Glutnester zu ersticken, legten die Einsatzkräfte einen Schaumteppich über die Großballenpresse. Die Maschine wurde bei dem Brand völlig zerstört. Nach rund dreieinhalb Stunden war der Einsatz beendet. Verletzte waren nicht zu beklagen, auch die Pferde auf einer Weide nebenan blieben augenscheinlich unversehrt. Beamte der Harsefelder Polizeistation dokumentierten die Spuren des Feuers und nahmen die Ermittlungen zur Brandursache auf. Feuerwehr und Polizei bezifferten den Sachschaden nach ersten Schätzungen auf mindestens 120.000 Euro.

Als Fehlalarm entpuppte sich eine Rauchentwicklung auf einem Balkon an einem Wohnblock im Stader Stadtteil Hahle. Der Zug I der Stader Feuerwehr wurde um 19.26 Uhr alarmiert. Die Einsatzkräfte mussten jedoch nicht tätig werden, ein Grill war die Ursache für die Rauchentwicklung.

Mit einem Schaumteppich werden letzte Glutnester erstickt. Der Einsatz dauert dreieinhalb Stunden.

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