21.09.2018, 14:54
Bauarbeiter auf Baustelle in Apensen verschüttet

APENSEN. Ein Bauarbeiter (19) aus Wischhafen ist am Freitagmorgen auf einer Baustelle in Apensen am Hohenfelder Weg in eine Baugrube gestürzt und wurde vom Sand begraben.

Der Handwerker aus Wischhafen hatte nach Angaben der Polizei „an der Erdung“ eines im Bau befindlichen Swimmingpoolgebäudes auf der Baustelle eines Wohnhauses gearbeitet – in einer Tiefe von mehr als drei Metern. Die Baugrube war ungesichert, die Seitenwände waren nicht versteift. Sand rutschte nach – und begrub den jungen Mann.

„Er war komplett verschüttet“, erklärte Kreisbrandmeister Peter Winter. Glück im Unglück: Die Kollegen hatten gerade noch rechtzeitig bemerkt, dass der 19-Jährige verschwunden war. Sie suchten die Baustelle ab – und stellten fest, dass die Baugrube zum Teil eingestürzt war. Ein Arbeiter stieg in die Grube hinab – und legte mit seinen bloßen Händen das Gesicht des jungen Mannes aus Wischhafen frei, während ein Kollege einen Notruf absetzte. So bekam er wieder Luft.

Die Feuerwehren aus Apensen, Beckdorf, Sauensiek und Buxtehude rückten mit rund 45 Freiwilligen aus, im Einsatz waren auch der Notarzt des Buxtehuder Elbe Klinikums und die Notfallsanitäter der DRK-Wache.

Rettung unter schweren Bedingungen

Die Rettung des 19-Jährigen gestaltete sich schwierig. Die Retter nutzten herumliegende Bretter und Gerüstböden, um die Grube schnell abzustützen, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Frank Höper. Mit Klappspaten und mit Händen legten die Retter den mit Sand bedeckten Mann frei, ergänzte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Markus Haarhaus. Er musste unter anderem mit Sauerstoff versorgt werden, denn das Erdreich drückte kräftig auf den Brustkorb und erschwerte das Atmen.

Letztlich konnten Feuerwehrleute und Notfallsanitäter den Verletzten aus der engen, noch etwas mehr als 2,50 Meter tiefen Grube ziehen. Mit einer Schleifkorbtrage – zeitweise war das Herausziehen mit dem Baukran und das weiträumige Freilegen im Gespräch – wurde er zum Rettungswagen getragen. Dort wurde der Arbeiter ärztlich untersucht. Er wurde schließlich in das Elbe Klinikum in Stade eingeliefert. Ein Notfallseelsorger kümmerte sich um die Bauarbeiter.

Reiner Helms von der Apenser Polizei wird jetzt unter anderem die Berufsgenossenschaft informieren, dass die Baugrube „nicht ordnungsgemäß“ gesichert war.

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