22.03.2019, 22:37
Biker bei Gräpel tödlich verunglückt

GRÄPEL. Bei einem Motorradunfall auf der Landesstraße 114 in der Nähe der Ortschaft Gräpel (Gemeinde Estorf) ist am Freitagabend ein Motorradfahrer ums Leben gekommen.

Sein Bruder – die beiden Geschwister waren zusammen auf Tour – und ein Autofahrer erlitten schwere Verletzungen. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren weit bis nach Einbruch der Dunkelheit im Einsatz.

Das Unglück ereignete sich an einem der ersten frühlingshaften Tage des Jahres bei fast klarem Himmel und trockenen Straßenverhältnissen gegen 17.50 Uhr auf der Landesstraße 114 (Forst) zwischen den Ortschaften Gräpel (Gemeinde Estorf) und Elm (Stadt Bremervörde). Ein 1967 geborener Mann aus der Gemeinde Hipstedt war in einem Opel-Kombi in Richtung Bundesstraße 74 unterwegs. Kurz vor einer Kuppe setzten zwei Brüder, die auf ihren Motorrädern hinter dem Opel fuhren, zum Überholen an. Ein 1960 geborener Bremervörder fuhr voraus und erkannte einen entgegenkommenden BMW-Kombi. Er bremste – offenbar spät und heftig. Sein 1961 geborener Bruder, der zuletzt in Gnarrenburg lebte, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Es kam zum Auffahrunfall. Beide stürzten zu Boden. Was dann geschah, ist laut Hauptkommissar Holger Hochhaus von der Polizeistation Oldendorf im Detail noch unklar. Jedenfalls trug auch der entgegenkommende BMW erheblichen Schaden davon.

Motorradfahrer stirbt an der Unfallstelle

Der Gnarrenburger starb noch an der Unfallstelle. Die Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes aus den Landkreisen Stade und Rotenburg und ein Notarzt aus Bremervörde konnten nichts mehr für den Mann tun. Sein Bruder kam schwer verletzt im Rettungswagen ins Krankenhaus. Auch der schwer verletzte BMW-Fahrer, dessen Personalien bis Redaktionsschluss noch nicht bekannt waren, musste von Notarzt und Notfallsanitätern betreut und im Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Der Fahrer des Opel kam mit dem Schrecken davon.

Den Einsatzkräften bot sich ein Bild des Schreckens. Trümmerteile lagen weit verstreut auf dem Asphalt, das Motorrad des Verstorbenen war Dutzende Meter in den Waldrand geflogen. Die Feuerwehren aus Estorf und Gräpel rückten mit 30 Freiwilligen aus. Sie unterstützen die Polizisten bei der bis in die späten Abendstunden andauernden Sperrung der Landesstraße, leuchteten die Unfallstelle aus und halfen bei den Aufräumarbeiten. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es nicht.

Die Tatortgruppe der Stader Polizeiinspektion, weitere Beamte der Stader Wache und ein Gutachter dokumentierten die Spuren des Unfalls, ehe Bestatter und Abschleppunternehmer ihre Arbeit verrichten durften. Dabei kam auch eine Drohne zum Einsatz, um Fotoaufnahmen aus der Luft schießen zu können. Außer den beteiligten Fahrern gab es vor Ort keine Zeugen. Wer etwas gesehen hat, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 0 41 41/ 10 22 15 bei der Stader Polizei zu melden. „Dieser Streckenabschnitt ist kein Unfallschwerpunkt“, sagte Hauptkommissar Holger Hochhaus.

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