15.04.2020, 00:36
Brand in Asylunterkunft am Bahnhof in Neukloster

NEUKLOSTER. In der städtischen Asylbewerberunterkunft am Bahnhof der Buxtehuder Ortschaft Neukloster ist am späten Dienstagabend ein Brand ausgebrochen. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz.

Augenscheinlich waren gegen 23 Uhr in einem Zimmer an der Rückseite des Erdgeschosses der Container-Anlage unter anderem Möbelstücke in Brand geraten. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte die Feuerwehren aus Neukloster und Hedendorf sowie Buxtehude (Zug I) und die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes aus der Horneburger Rettungswache. Auch Beamte des Buxtehuder Polizeikommissariates machten sich auf den Weg.

Die Polizisten versuchten noch, den Brand mit einem Feuerlöscher aus ihrem Streifenwagen einzudämmen. Die Bewohner hatten inzwischen die Unterkunft verlassen. Die Rauchentwicklung war enorm, berichtete der Buxtehuder Stadtbrandmeister Horst Meyer, der als einer der ersten Einsatzkräfte an der Brandstelle eintraf. Unter schwerem Atemschutz gingen die Freiwilligen vor, warfen Möbelstücke ins Freie und löschten sie ab.

Blick auf das Brandzimmer im Erdgeschoss: Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz öffnen Wandverkleidungen.

Die rund 50 Einsatzkräfte hatten das Feuer schnell gelöscht. Ein Übergreifen auf weitere Bereiche der Containerbauten konnten sie durch ihr schnelles Eingreifen verhindern. Um einem Wiederaufflammen etwaiger Glutnester vorzubeugen, öffneten sie Teile der Deckenverkleidung und der Wand zum Nachbarzimmer und löschten sie ab. Außerdem lüfteten sie die Einrichtung. Verletzte waren nicht zu beklagen, die vorsorglich mit einem Rettungswagen angerückten Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes mussten nicht tätig werden.

Nach rund einer Stunde war der Einsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst beendet. Bis auf das betroffene Zimmer im Erdgeschoss kann die Unterkunft weiter bewohnt werden, die Asylbewerber konnten wieder zurück in ihre Zimmer.

Die Buxtehuder Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an.

Die Beamten des Buxtehuder Polizeikommissariates und der Tatortgruppe der Stader Polizeiinspektion nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache auf. Sie dokumentierten die Spuren des Feuers und befragten Zeugen. Warum das Feuer ausgebrochen ist, blieb zunächst unklar. Zeugen können sich bei der Buxtehuder Polizei unter der Rufnummer 04161/ 647115 melden.

Der Alarm am Dienstagabend rief bei vielen Rettern böse Erinnerungen wach: Im August 2016 war die Unterkunft in Flammen aufgegangen. Nicht gänzlich erloschene Tabakreste in einem Zimmer im Obergeschoss hatten damals das flammende Inferno entfacht - und einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Zwei Bewohner erlitten damals eine Rauchgasvergiftung. Diesmal ging es deutlich glimpflicher ab.

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