26.05.2020, 22:57
Dramatischer Einsatz in Dornbusch geht glimpflich aus

DORNBUSCH. Alarm in der Drochterser Ortschaft Dornbusch: Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr rückten am Dienstagabend zu einem Wohnhaus an der Dornbuscher Straße aus. Dort soll eine Frau damit gedroht haben, ihren Mann anzuzünden.


Die Lage klang dramatisch: Am Montagabend gegen 21 Uhr soll eine Frau in Dornbusch angekündigt haben, ihren Ehemann in einem Wohnhaus an der Dornbuscher Straße anzünden zu wollen. So jedenfalls stand es in der Alarmierung der Rettungskräfte. Mit mindestens zwei Einsatzfahrzeugen machten sich der Stader Polizeiinspektion auf den Weg in das Kehdinger Dorf. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte zusätzlich zu den Notfallsanitätern des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes aus der Drochterser Rettungswache und dem Notarzt des Stader Elbe Klinikums auch die Freiwilligen der Feuerwehren aus Dornbusch und Drochtersen. Die Brandbekämpfer hätten sofort eingreifen können, wenn die Frau ihre Drohung in die Tat umgesetzt hätte.

Wie der stellvertretende Gemeindebrandmeister und Feuerwehrpressesprecher Arnd König berichtet, mussten die Feuerwehrleute nicht tätig werden. Sie postierten sie bei der Tankstelle, „um nicht so viel Aufsehen zu erregen“. Im Fachjargon ist in solchen Situationen von einer „Bereitstellung“ die Rede. Etwa 30 Kameraden seien im Einsatz gewesen. Per Funk hätten sie nach etwa einer halben Stunde die Nachricht bekommen, dass ihr Eingreifen nicht mehr erforderlich sei. „Die Entwarnung kam relativ schnell“, sagt König.

Polizeipressesprecher Rainer Bohmbach bestätigt, „dass eine Frau eine Drohung ausgesprochen hat“. Die Patientin sei den Ermittlern bekannt und gelte als psychisch krank. Zu Details äußert er sich nicht. Offenbar ist es den eingesetzten Polizeibeamten gelungen, die Frau von ihrem Plan abzubringen und zu überwältigen. Was mit ihr nach der versuchten Tat passiert ist – ob sie nach der Erstversorgung durch Notfallsanitäter und Notarzt etwa in eine psychiatrische Klinik gebracht worden ist – und wie es dem Mann geht, war bis zum Redaktionsschluss um Mitternacht nicht in Erfahrung zu bringen.

Bei den Feuerwehrleuten wurden Erinnerungen wach an einen Einsatz an der Schwagerstraße in Drochtersen Ende September vergangenen Jahres. Damals hatte ein betrunkener Sohn damit gedroht, das Haus seiner Familie abzufackeln. Er hatte bereits große Mengen einer brennbaren Flüssigkeit, wahrscheinlich Benzin, rund um das Haus und im Gebäude verschüttet. Im letzten Moment war es den Polizisten gelungen, den Mann vor dem Haus zu überwältigen. Ein Feuer konnte er nicht mehr entfachen. Auch dieser Patient soll sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben.

Hecke brennt

Wie Feuerpressesprecher Arnd König berichtet, war der Einsatz am gestrigen Dienstagabend nicht der Erste in dieser Woche in Dornbusch. Am Montagmittag brannte an der Nindorfer Straße eine Hecke. Einem Anwohner sei aus Versehen ein Benzinkanister ausgekippt, das Benzin sei in Brand geraten und die Flammen seien auf eine Hecke übergegriffen. Das Feuer drohte an der dicht bebauten Straße auf die Wohnhäuser überzuspringen, dies konnten die Feuerwehrleute durch ihren schnellen Einsatz verhindern. Damit blieb der Sachschaden gering.

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