UPDATE
09.08.2019, 08:36
Eidelstedt: Großbrand in Seniorenwohnanlage nach mehr als 13 Stunden gelöscht

HAMBURG. Ein Großbrand in einem Seniorenwohnanlage in Hamburg hält die Feuerwehr fast die ganze Nacht auf Trab. Alle Bewohner blieben unverletzt, aber in ihr Zuhause können sie erst mal nicht zurückkehren.


(Letztes Update am 9. August um 9.58 Uhr: Feuer wurde gelöscht.)

Ein Großbrand in einer Seniorenwohnanlage in Hamburg-Eidelstedt ist erst nach mehr als 13 Stunden gelöscht worden. Alle 40 Bewohner seien am Donnerstagnachmittag unverletzt aus dem Gebäude gerettet worden, teilte die Feuerwehr am Freitag mit. Sie hätten großes Glück gehabt. Die Bewohner hätten sich in akuter Lebensgefahr befunden, teilte die Feuerwehr weiter mit. Für die Retter sei erschwerend hinzugekommen, die älteren Menschen, die zum Teil nicht selbst gehen konnten, aus dem Haus zu bringen. Alle betroffenen Wohnungen seien dreifach durchsucht worden.

Mehrere Anrufer hätten am Donnerstagnachmittag Feuer, Rauch und Verpuffungen beim Notruf gemeldet. Es habe sich schnell herausgestellt, dass es sich um einen Großbrand handele. "In der aufwendigen Dachkonstruktion fanden die Flammen reichlich Nahrung", teilte die Feuerwehr am Freitag mit. Schnell habe das Dach großflächig in Flammen gestanden. Durch die enorme Hitze seien Dachplatten immer wieder explosionsartig aufgeplatzt, Trümmer seien umhergeflogen.

"Feuer aus" um 5.23 Uhr

Auch die umliegende Bevölkerung sei gewarnt und gebeten worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Über den Wind habe sich der Brandrauch über mehrere Stadtteile verteilt. Messungen in den Eimsbütteler Stadtteilen hätten allerdings keine akute Gesundheitsgefahr ergeben.

Mithilfe von einer Wärmebildkamera und Drohnen konnte sich die Feuerwehr schließlich ein genaues Bild vom Brand machen, bis in die frühen Morgenstunden wurde am Freitag weitergelöscht. Um 5.23 Uhr sei dann "Feuer aus" gemeldet werden können. Zeitweise seien gleichzeitig mehr als 150 Einsatzkräfte an der Brandstelle im Einsatz gewesen.

Die Bewohner der Seniorenwohnanlage seien in eine Notunterkunft gebracht worden, in ihre Wohnungen können sie zunächst nicht wieder zurückkehren, sagte die Feuerwehr. Über die Brandursache oder die Schadenshöhe gab es am Freitagmorgen zunächst keine Angaben.

Die Einsatzkräfte konnten die rund 40 Rentner rechtzeitig aus dem brennenden Gebäude holen.
 

(dpa/lno)

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