12.09.2019, 15:33
Es war Brandstiftung

OLDENDORF. Im Schulzentrum in Oldendorf ist am Donnerstagnachmittag ein Feuer ausgebrochen. In zwei Räumen im ersten Obergeschoss hatten bisher unbekannte Täter Brände gelegt. 300 Schüler und Lehrer mussten in Sicherheit gebracht werden.


(Letztes Update am 12. September um 18.23 Uhr: Informationen zur Brandursache hinzugefügt.)

Die Schüler retteten sich auf den Sportplatz. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs waren etwa 300 Schüler und Lehrer in dem Gebäude. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle löste um genau 14.31 Uhr Großalarm aus.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte waren das erste Obergeschoss und das Treppenhaus völlig verqualmt. Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz konnten den Brand unter der Führung von Gemeindebrandmeister Malte Gooßen schnell löschen und das Gebäude belüften. Sie brachten kokelndes Mobiliar ins Freie und löschten es dort ab. Vorsorglich kontrollierten die Feuerwehrleute sämtliche Räume in dem Gebäudekomplex. Unbekannte Täter hatten in einem Gruppenraum und einer Jungentoilette Feuer entfacht: an einem Schrank mit Folien und Papieren und an einem Mülleimer.

Sachschaden von mindestens 50.000 Euro

Die Ermittler der Polizeistation Oldendorf und der Tatortgruppe der Polizeiinspektion Stade haben mit ihren Recherchen begonnen. Bei dem Feuer entstand ein Sachschaden von mindestens 50.000 Euro. Die betroffenen Räume müssen saniert, die Flure professionell gereinigt werden. Oberschulrektorin Julia Laing wird sich zusammen mit der Samtgemeinde als Schulträger um Fachleute bemühen. Die Schule wird am Freitag geschlossen bleiben. Eine Betreuung zwischen 7.40 und 12.40 Uhr ist aber gewährleistet.

Die Hausmeister und die Lehrer hatten die Schüler ins Freie gebracht. Die Notfallsanitäter und der Notarzt betreuten die Mädchen und Jungen. Sieben Schüler und zwei Lehrer klagten über Atemwegsreizungen und Schwindel. Der Verdacht: Rauchgasvergiftung. Vier Kinder wurden an ihre Eltern übergeben, drei kamen in Rettungswagen ins Stader Elbe Klinikum. In der Schule werden 550 Schüler von 40 Lehrkräften unterrichtet.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Oldendorf, Kranenburg, Estorf, Burweg, Gräpel, Heinbockel und Blumenthal. Vom hauptamtlichen Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes und der ehrenamtlichen Bereitschaft eilten Notfallsanitäter mit vier Rettungswagen nach Oldendorf, auch ein Notarzt des Stader Elbe Klinikums sowie die Organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes aus der Leitstelle waren vor Ort. Umweltspezialisten der Kreisfeuerwehr kamen zur Verstärkung. Um das Gebäude belüften zu können, brachten zudem Feuerwehrleute aus Fredenbeck und Stade zusätzliches Equipment.

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