05.04.2020, 16:34
Feuer zerstört Scheune in Heinbockel

HEINBOCKEL. Am Sonntagnachmittag ist in Heinbockel eine Scheune in Flammen aufgegangen. Der Brand zerstörte das hölzerne Bauwerk und darin gelagerte Gerätschaften. Freiwillige aus vier Feuerwehren waren eineinhalb Stunden lang im Einsatz. Verletzte waren nicht zu beklagen.


Um 13.31 Uhr gab die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle den Alarm. Die Feuerwehren aus Heinbockel, Oldendorf, Hagenah und Düdenbüttel rückten aus. Auch die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes aus der Himmelpfortener Rettungswache sowie Beamte des Einsatz- und Streifendienstes der stader Polizei eilten zur Siedlungsstraße nach Heinbockel. Eine dunkle Rauchwolke war aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen, sie wies den Einsatzkräften den Weg, sagt Feuerwehrsprecher Rolf Hillyer-Funke.

Unter schwerem Atemschutz bekämpften die 70 Feuerwehrleute die Flammen. Sie konnten dabei trotz der entlegenen Einsatzstelle auf ausreichend Löschwasser zurückgreifen, drei wasserführende Einsatzfahrzeuge und zwei Hydranten standen ihnen zur Verfügung. Nach rund eineinhalb Stunden war der Brand gelöscht. Mit einem Schaumteppich verhinderten die Feuerwehrleute ein Wiederaufflammen. Die Scheune war nicht mehr zu retten, der hölzerne Bau war schnell in sich zusammengefallen. Landwirtschaftliches Gerät wie ein Rasenmähertraktor fielen den Flammen zum Opfer.

Unter schwerem Atemschutz löschten 70 Freiwillige die brennende Scheune in Heinbockel. Landwirtschaftliche Geräte fielen den Flammen zum Opfer.

Mehrere tausend Euro Sachschaden

Der entstandene Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen mehrere Tausend Euro. Niemand erlitt Verletzungen, die vorsorglich mit einem Rettungswagen angerückten Notfallsanitäter mussten nicht eingreifen. Die Polizisten dokumentierten die Spuren des Feuers und nahmen die Ermittlungen zur Brandursache auf. Wie das Feuer entstanden ist, blieb zunächst unklar. Zeugen können sich unter der Rufnummer 0 41 41/ 10 22 15 bei der Stader Polizeiinspektion melden.

Die Corona-Pandemie stellt auch die Feuerwehren vor besondere Herausforderungen. Übungsdienste, Schulungen und Versammlungen finden bis auf Weiteres nicht statt. Die Jahreshauptversammlung aller Feuerwehren in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, die ursprünglich im März in der Eulsete-Halle in Himmelpforten stattfinden sollte, musste abgesagt werden. Gemeindebrandmeister Malte Gooßen hofft, die Veranstaltung mit Ehrungen und Beförderungen zahlreicher Feuerwehrkameraden im Sommer nachholen zu können. Ein Termin steht noch nicht fest.

Mit einem Schaumteppich verhinderten die Feuerwehrleute ein Wiederaufflammen des Feuers.

Landfrauen spenden Mundschutz-Masken

Die Verfügbarkeit der Freiwilligen ist zurzeit hervorragend, da viele Feuerwehrleute im Homeoffice arbeiten und somit tagsüber in ihren Heimatorten zur Verfügung stehen. Im Einsatzgeschehen achten die Führungskräfte darauf, dass nur das wirklich vor Ort benötigte Personal ausrückt. Wie der stellvertretende Gemeindebrandmeister und Oldendorfer Ortsbrandmeister Thorsten Raap berichtet, haben die Landfrauen den Freiwilligen selbst produzierte Mundschutz-Masken gespendet. Sie sollen nicht nur von den Notfallgruppen der Feuerwehren, die etwa bei Reanimationen zur Unterstützung des Rettungsdienstes ausrücken, getragen werden.

Auch bei Verkehrsunfällen, bei denen Kontakt zwischen den Feuerwehrleuten und den Unfallopfern besteht sollen sie eingesetzt werden. Die Oldendorfer Landfrauen haben der Oldendorfer Feuerwehr in Person des Notfallgruppen-Beauftragten Marco Brümmer kürzlich 35 Mundschutze übergeben. „Wir freuen uns über die spontane Hilfe“, sagt Thorsten Raap.

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