04.12.2018, 08:23
Feuerwehr löscht Brand an Wiepenkathener Jugendhaus

WIEPENKATHEN. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wiepenkathen haben am Montagabend den Brand des Jugendhauses an der Wilhelm-Busch-Straße verhindert. Die Jugendlichen, die an einem Müllbehälter gezündelt haben sollen, konnten sie in einer Nachbarstraße stellen.


Kurz vor dem Übungsdienst lösten die Melder aus. Um 19.08 Uhr gab die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Alarm. Anwohner hatten einen brennenden Mülleimer bemerkt und selbst erste Löschversuche unternommen. Doch das Feuer kokelte noch. 36 Ehrenamtliche rückten aus.

Vor Ort stellten sie fest, dass die Täter den Müllbehälter, der direkt neben dem Jugendhaus an der Wilhelm-Busch-Straße stand, mit einer Gaskurtusche in Brand gesetzt hatten. Die Flammen hatten bereits Rußspuren am Jugendhaus hinterlassen, im Inneren war eine Rauchentwicklung zu sehen.

Die Gaskartusche, die von den Tätern zum Entfachen des Brandes genutzt worden ist.

Unter schwerem Atemschutz konnten die Einsatzkräfte das Feuer erfolgreich ersticken. „Durch ihr schnelles Eingreifen gelang es den Wiepenkathener Freiwilligen, ein Übergreifen des Brandes zu verhindern und Werte in Höhe von 200 000 Euro zu erhalten“, sagte Ortsbrandmeister Jörg Bastian.

Einsatzkräfte setzen tatverdächtige Jugendliche fest

Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten sie das Gebäude auf etwaige Glutnester: negativ. Nach einer Dreiviertelstunde wollten die Ehrenamtlichen wieder einrücken. Die Täter konnten derweil unerkannt flüchten. Doch dann gingen sie den Feuerwehrleuten in der Nachbarschaft ins Netz.

Sensibilisiert durch Beschreibungen von Zeugen fielen den Einsatzkräften in der Nähe des Tatortes Jugendliche auf. Die Ehrenamtlichen setzten die Schüler fest und übergaben sie an eine Streife der Stader Polizei. Die Jungen äußerten sich verdächtig, die Beamten nahmen sie mit zur Wache.

Nach einer Befragung übergaben die Ermittler die Jugendlichen an ihre Eltern. Die sind der Polizei bereits bekannt. Ob sie für weitere Brandstiftungen in Wiepenkathen – im November brannten an einem Sonntagmittag mehrere Altkleidercontainer – wird geprüft. Die Ermittlungen dauern an.

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