26.10.2020, 22:20
Feuerwehr probt auf Museumsschiff im Stader Hafen den Ernstfall

STADE. Alarm im Stader Stadthafen: Rauch dringt aus dem Maschinenraum des Museumsschiffs Greundiek, Sirenen ertönen. Die Feuerwehr rückt aus. Das Szenario entpuppte sich als Übung der Schiffsbrandspezialisten.

Die Schiffsbrandbekämpfungseinheit der Stader Stadtfeuerwehr mit Freiwilligen aus den Ortsfeuerwehren Stade, Bützfleth, Hagen und Wiepenkathen nutzte am Montagabend das Küstenmotorschiff des Vereins Alter Hafen für eine realitätsgetreue Übung. Unter schwerem Atemschutz gingen die Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung vor, verlegten Schlauchleitungen vom Anleger zum Havaristen. Das umfangreiche Equipment der Schiffsbrandbekämpfungseinheit ist in einem Abrollcontainer verstaut, der mit einem Wechsellader zum Parkplatz am Hafen gebracht worden war. Im Ernstfall wären auch der Löschschlepper Bützfleth und das Hilfeleistungslöschboot Henry Köpcke zum Einsatz gekommen.

Fotos: Beneke

Die Elbe zwischen Cuxhaven und Hamburg zählt zu den meist befahrenen Wasserwegen der Welt. Der Industriepark bei Stade sorgt für zusätzliches Gefahrenpotenzial. Wenn auf dem Strom ein Brand entsteht, rückt die speziell geschulte Einheit aus. Seit einigen Jahren gibt es ein landesweites Konzept, das die Brandbekämpfung auf den Wasserstraßen entlang der Nordseeküste sowie auf Elbe und Weser regelt. Inzwischen ist das Feuerlöschboot „Bützfleth“ eines von sieben seiner Art in Niedersachsen. Federführend sind das Havariekommando in Cuxhaven und die Polizeidirektion Oldenburg.

Mit Lehrgängen bei der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven bereiten sich die Einsatzkräfte auf die Enge unter Deck und den Umgang mit internationalen Besatzungen vor. Sie simulieren in einer Containeranlage Brände im Rumpf und pauken nautische Fachbegriffe in englischer Sprache. Hinzu kommen Schulungen auf dem Schlepper, im Industrie- und im Stadthafen. Mit dem Schlepper können die Havaristen auch in den Industriehafen gezogen werden, dort rücken die Feuerwehrleute den Flammen dann vom Kai und vom Wasser aus zu Leibe.


Den letzten großen Einsatz hatte die Schiffsbrandbekämpfungseinheit vor einem Jahr, als auf der Elbe vor Balje-Hörne im Maschinenraum eines Frachters ein Brand ausbrach. Ein Besatzungsmitglied kam dabei ums Leben, ein weiteres erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber mit Seilwinde von Bord geholt werden.

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