11.05.2019, 11:24
Feuerwehr und DLRG retten Herzinfarkt-Patientin von Kreuzfahrtschiff

LANDKREIS. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) haben am Freitagabend eine herzkranke Passagierin vom Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 5“ an Land geholt. Sie musste im Stader Elbe Klinikum behandelt werden.

Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 5“ war kurz zuvor im Hamburger Hafen gestartet. Es war auf dem Weg in die Hafenstadt Southampton an der englischen Südküste. Eine ältere Passagierin klagte über Herzprobleme. Der Bordarzt untersuchte sie. Der Verdacht: Herzinfarkt. Der Mediziner entschied, dass sie auf dem Festland im Krankenhaus weitergehend untersucht und behandelt werden muss. Da befand sich der Riese – 300 Meter lang, 35 Meter breit – bereits auf der Elbe in Höhe der Altländer Gemeinde Jork.

Das Schiff mit 2500 Passagieren und 1000 Besatzungsmitgliedern kann auf der Elbe nicht ohne Weiteres stoppen, da es sonst aus dem Ruder laufen würde. Deshalb kam nur ein Transport der Patientin während der Fahrt in Frage. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises alarmierte um 20.14 Uhr die Feuerwehren aus Stade, Grünendeich, Jork und Borstel sowie die DLRG-Ortsgruppen aus Stade, Horneburg und Buxtehude. Auch ein Notarzt vom Stader Elbe Klinikum und die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes rückten aus.

Patientin wird durch Luke aufs Feuerwehrboot getragen

Die DLRG brachte mit ihrem Motorrettungsboot „Kiek ut“ den Notarzt zum Kreuzfahrtschiff, die Feuerwehr fuhr mit ihrem Hilfeleistungslöschboot „Henry Köpcke“ die Notfallsanitäter zur „Mein Schiff 5“. Die Boote der Altländer Feuerwehren sicherten den Einsatz ab. Weitere Boote der DLRG-Ortsgruppen standen in den Häfen in Bereitschaft. Im Bordhospital hatten die Sanitäter die Patientin bereits stabilisiert und für den Transport vorbereitet. Die Einsatzkräfte trugen sie mit einer Schleifkorbtrage zu einer Luke und hievten sie in das Feuerwehrboot. Gegen 21.30 Uhr kam die ältere Dame in Stadersand an. Im Rettungswagen brachten die Notfallsanitäter sie ins Stader Elbe Klinikum. Feuerwehrsprecher Stefan Braun hob die „tolle Zusammenarbeit“ mit dem Bordarzt und dem Personal der „Mein Schiff 5“ hervor.

Einen ähnlichen Einsatz hatte es bereits am Montagabend gegeben. Da hatten die Einsatzkräfte einen Patienten vom Kreuzfahrtschiff „Aida Luna“ gerettet. Der ältere Herr hatte sich bei einem Sturz auf einer Treppe kurz nach dem Ablegen in Hamburg schwere Verletzungen zugezogen und musste im Stader Elbe Klinikum behandelt werden. Auch am Montag erfolgte der Transport des Patienten mit dem Hilfeleistungslöschboot „Henry Köpcke“ der Stader Feuerwehr, das im vergangenen Jahr in Dienst gestellt worden und extra für solche Einsätze mit einer speziellen Trage ausgestattet ist.

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