UPDATE
03.08.2019, 00:08
Großalarm: Feuer in Neu Wulmstorf

NEU WULMSTORF. Bei einem Feuer ist am späten Freitagabend ein Wohnhaus in Neu Wulmstorf stark beschädigt worden.


Rund 60 Feuerwehrleute aus Neu Wulmstorf, Rübke, Elstorf sowie Ovelgönne-Ketzendorf waren laut Ortsbrandmeister Lars-Lennart Egge im Einsatz. Beim Eintreffen der Feuerwehren schlugen Flammen aus dem Dach, ein dichte schwarze Rauchwolke zog über die Straße "Zur Heide", eine Seitenstraße der Bahnhofstraße.

Unter Atemschutz rückte die Feuerwehr im Gebäude vor - auf der Suche nach Bewohnern. Glücklicherweise hielt sich niemand mehr im Haus auf. Zeitgleich begannen die Löscharbeiten, auch die Drehleiter kam zum Einsatz. Die Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen auf die Häuser in der Nachbarschaft verhindern; mehrere Rettungswagen waren zur Sicherheit vor Ort. Laut Ortsbrandmeister gab es keine Verletzten. Mehrere 100 Meter Schläuche wurden zur Sicherstellung der Wasserversorgung verlegt.

Während der Löscharbeiten war ein Großaufgebot an Polizisten in Neu Wulmstorf unterwegs, die Beamten der Polizeiinspektion Harburg wurden von Kollegen der Hamburger Bereitschaftspolizei unterstützt. Der Grund: "Wir haben dringenden Gesprächsbedarf mit einem der Bewohner", sagte ein Beamter. Mehr wollten die Ermittler nicht sagen. Ob es sich vor dem Hintergrund der "Fahndung", der Beamte bevorzugte die Formulierung "Suche", um eine Brandstiftung handeln könnte, ließen der Polizeisprecher vor Ort offen. Die Brandursache sei offen, hieß es offiziell. Brandermittler werden in den nächsten Tagen die Ruine unter die Lupe nehmen. Der Schaden liege im sechsstelligen Bereich.

Nachbarn hatten versucht, mit dem Gartenschlauch zu löschen. In dem Wohnhaus waren acht Personen gemeldet. Das Gebäude ist unbewohnbar. Nachlöscharbeiten dauerten bis tief in die Nacht an. Auch eine Notfallseelsorgerin war vor Ort.

Update 1: Der Gesuchte (44) wurde etwas später in der Nähe festgenommen. Er soll psychisch auffällig gewesen sein - und laut Nachbarn bereits schon einmal gedroht haben, das Haus anzuzünden. Er wurde am Sonnabend in einer Klinik von einem Psychiater begutachtet.

Update 2: Mittlerweile hat die Polizei weitere Informationen veröffentlicht. Von dem Brand in dem Wohnhaus mit Einliegerwohnung sind neun Personen betroffen, darunter eine Familie mit vier Kindern.

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