30.09.2018, 19:44
In Gräpel brennt ein Wohnhaus
Leserbrief

GRÄPEL. Bei einem Brand in einem Wohnhaus in der Ortschaft Gräpel (Gemeinde Estorf) ist am späten Sonntagnachmittag ein großer Sachschaden entstanden. Ein Hund kam in dem Rauch um. 120 Einsatzkräfte aus acht Feuerwehren waren im Löscheinsatz.

Nachbarn hatten Brandgeruch wahrgenommen und Rauch aus dem Haus aufsteigen sehen. Auch die Rauchmelder in dem Wohngebäude hatten ausgelöst. Ein Nachbar eilte herbei, schlug die Scheibe der Terrassentür ein und rief nach den Hausbewohnern. Er bekam keine Antwort. Wenig später stellte sich heraus, dass die Bewohner nicht zu Hause waren. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises Stade löste einen Großalarm aus. Die Feuerwehren aus Gräpel, Kranenburg, Burweg, Estorf, Brobergen und Oldendorf sowie aus Elm und Bremervörde aus dem Nachbarlandkreis Rotenburg rückten aus. An die 120 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Die Feuerwehrleute gelangten nur mit Mühe in das Wohnhaus. Die Türen waren fest verschlossen und gesichert. Mit hydraulischem Rettungsgerät, mit dem normalerweise eingeklemmte Unfallopfer aus Fahrzeugwracks befreit werden, gelang es den Ehrenamtlichen schließlich, die Haustür zu öffnen. Unter schwerem Atemschutz gingen sie in das völlig verqualmte Gebäude und begannen mit den Löscharbeiten. Weitere Feuerwehrleute hatten sich über ein eingeschlagenes Fenster Zugang verschafft. Im Freien sammelten sich Atemschutzgeräteträger und machten sich für den Einsatz bereit.

Auch aus dem Korb der Drehleiter heraus wird der Brand bekämpft.

Das Feuer war „vermutlich in der Küche“ ausgebrochen, sagte der stellvertretende Gemeindebrandmeister Thorsten Raap. Wie es dazu gekommen ist, blieb am Sonntagabend unklar. Das Feuer hatte sich bis ins Dachgeschoss gefressen. Ein Hund ist in dem Qualm erstickt. Rauchschwaden zogen auch durchs Dorf. Menschen kamen nicht zu Schaden, der Notarzt des Stader Elbe Klinikums und die Notfallsanitäter der Himmelpfortener Rettungswache des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes mussten nicht eingreifen. Die Feuerwehrleute nahmen Teile der Isolierung und des Daches ab und suchten mit einer Wärmebildkamera nach versteckten Glutnestern. Zeitweise arbeiteten sie aus dem Korb der Bremervörder Drehleiter, um das Dach von außen öffnen zu können. Nach etwa einer Stunde war das Feuer weitgehend erloschen. Eine Durchzündung stand kurz bevor, konnte aber verhindert werden. Einsatzleiter Raap bezifferte den entstandenen Sachschaden durch Rauch und Löschwasser auf „mindestens 120 000 Euro“. Das Gebäude ist vorerst nicht bewohnbar.

Ermittler des Einsatz- und Streifendienstes und der Tatortgruppe der Stader Polizeiinspektion dokumentierten die Spuren des Feuers. Brandexperten der Polizei werden das Haus in den nächsten Tagen eingehend begutachten, um die konkrete Ursache für den Ausbruch des Feuers zu ermitteln.

Leserbrief


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