12.09.2020, 00:19
Kupferdiebe nach Einbruch auf Dow-Gelände festgenommen

STADE. In den frühen Morgenstunden, gegen 2.30 Uhr, meldeten die Mitarbeiter der Werkfeuerwehr der Dow der Polizei mehrere Kupferdiebe auf dem Gelände in Bützflethersand.

„Sofort wurden mehrere Funkstreifenwagen nach Stade-Bützfleth entsandt“, berichtet Polizeisprecher Andre Janz. „Die Täter flüchteten auf dem Gelände des Betriebes in unterschiedliche Richtungen.“

Ein Täter konnte sofort festgenommen und dem Polizeigewahrsam zugeführt werden. Die anderen Täter versteckten sich auf dem weitläufigen Gelände. Ein Fahrzeug der Täter konnte zudem an der Einstiegstelle aufgefunden werden, wo bereits diverse industrielle Kabeltrommeln mit Kupfer bereitgelegt wurden. Nach TAGEBLATT-Informationen hatten die Kriminellen ein Loch in den Zaun geschnitten.

Die Horneburger Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft unterstützte die Polizei bei der Absuche des Geländes mit Hilfe einer Drohne, die unter anderem mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist. Ein ergänzend alarmierter Polizeihubschrauber flog den Tatort ebenfalls an. Er kreiste über Stunden über dem Werksgelände und der näheren Umgebung.

In enger Zusammenarbeit mit der Dow-Werkfeuerwehr und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft wurde das Gelände umstellt. Ein weiterer Täter konnte den Angaben zufolge festgenommen werden. Ein anderer Täter konnte zunächst unerkannt flüchten. Die Suche wurde gegen 12.30 Uhr abgebrochen.

Auf der Polizei-Dienststelle mussten sich die beiden Täter aus Serbien (27 und 43 Jahre alt) erkennungsdienstlichen Maßnahmen und ersten Vernehmungen unterziehen. „Aufgrund fehlender Haftgründe wurden die beiden jungen Männer am Nachmittag wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen“, teilt Janz mit. Im Zuge weiterer Ermittlungen konnte dann auch ein dritter Täter ermittelt und festgenommen werden. Dieser befand sich am Freitagabend noch im Gewahrsam der Polizei Stade.

Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Rufnummer 04141/ 102215 zu melden.

Dow-Sprecher Stefan Roth konnte zur Höhe des angerichteten Sachschadens am Freitagnachmittag gegenüber dem TAGEBLATT noch keine Angaben machen. „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Nachbarn oder die Umwelt“, sagt Roth. Die Betriebsabläufe seien durch den versuchten Diebstahl nicht beeinträchtigt worden.

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