21.05.2020, 21:41
L 124: Rettungswagen verunglückt bei Issendorf schwer

ISSENDORF. Am späten Donnerstagnachmittag ist auf der Landesstraße 124 in der Nähe der Ortschaft Issendorf (Flecken Harsefeld) ein Rettungswagen des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes schwer verunglückt. Ein Rettungsdienst-Mitarbeiter kam in einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik.


Der Unfall ereignete sich am Himmelfahrtsfeiertag gegen 16.50 Uhr. Zu dieser Zeit fuhr nach Angaben von Polizeisprecher Rainer Bohmbach eine 43-jährige Frau mit ihrem Skoda auf der Landesstraße 124 in Richtung der Kreisstadt Stade. Hinter ihr fuhr ein 56-jähriger Rettungsdienstmitarbeiter mit einem Rettungswagen, der mit einem Patienten auf dem Weg ins Stader Elbe Klinikum war. Laut Polizei war der Rettungswagen „ohne Sonder- und Wegerechte“, also ohne Blaulicht und Martinshorn, unterwegs.

Die Skoda-Fahrerin soll sich dann „spät“ entschieden haben, nach rechts in die Straße Stader Weg in Richtung der Ortschaft Issendorf abzubiegen. Dies soll der Fahrer des Rettungswagens zu spät erkannt haben. „Er konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen“, sagt Rainer Bohmbach. Der Mercedes-Rettungswagen fuhr auf das Heck des Skodas auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Skoda auf ein Feld jenseits des rechten Fahrbahnrandes geschleudert.

Der 56-jährige Fahrer des Rettungswagens sowie die 43-jährige Fahrerin des Skodas blieben bei dem Unfall unverletzt. Der zweite, 60-jährige Rettungsdienstmitarbeiter dagegen, der sich hinten im Rettungswagen bei dem Patienten befand, flog offenbar durch den Kofferaufbau und erlitt dabei schwere Verletzungen.

Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte mehrere Rettungswagen des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes sowie den Rettungshubschrauber Christoph Hansa der Luftrettung des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs. Ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst aus dem Team der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle koordinierte das Geschehen vor Ort. Nach der Erstversorgung durch Notfallsanitäter und Notarzt kam der 60-jährige mit schweren Gesichts- und Augenverletzungen ins Universitätsklinikum der Freien und Hansestadt Hamburg.

Der 30-jährige Patient aus dem Rettungswagen erlitt nach Polizeiangaben keine weiteren Verletzungen, eine andere Rettungswagenbesatzung übernahm ihn und brachte ihn ins Stader Elbe Klinikum. Beide Fahrzeuge nahmen bei dem Unfall erheblichen Schaden, der Schaden wird auf 25 000 Euro geschätzt.

Beamte der Harsefelder Polizeistation haben die Spuren des Unfalls dokumentiert und Zeugen befragt. Die Landesstraße 124 musste für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie die Unfallaufnahme zeitweise voll gesperrt werden. Der Verkehr konnte durch die Polizei an der Unfallstelle vorbei geleitet werden. Es kam dabei zu keinen größeren Behinderungen.

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