10.03.2017, 15:12
Nach Freispruch Zeugin beschimpft

BUXTEHUDE. So kann es gehen: Mangels Beweisen freigesprochen, aber die Vorladung für das nächste Verfahren im Amtsgericht Buxtehude ist schon auf dem Weg. Und ob der Angeklagte den Gerichtssaal dann als freier Mann verlässt, ist höchst fraglich.

Der 18-jährige Angeklagte, ein Libanese, schilderte den Fall vom Dezember dann doch, oder besser sein Übersetzer: Am 9. Dezember sei er in der S-Bahn von einem Betrunkenen auf arabisch die ganze Fahrt über wüst beschimpft worden. Als beide am Hauptbahnhof ausgestiegen seien, habe er einen Elektroschocker hinter seinem Rücken eingeschaltet, weil ihn der andere Mann mit einer Spraydose bedroht habe. Durch das Geräusch des Elektrogeräts sei der Mann dann weggelaufen.

Die wichtigste Zeugin sagte aus, sie sei durch einen Schrei aufmerksam geworden. Sie glaubt, gesehen zu haben, dass der Angeklagte einen Obdachlosen mit einem Elektroschocker im Vorbeigehen berührt zu haben. Genaue Details erinnerte sie aber nicht. Da das vermeintliche Opfer verschwunden ist, plädierte der Staatsanwalt auf Freispruch. Dem schloss sich die Vorsitzende an.

Aber der Angeklagte soll sich nach der Verhandlung einen Fehltritt erlaubt haben: Er soll die Zeugin im Zug wegen ihrer Aussage aggressiv beschimpft haben. Das bedeutet ein erneutes Wiedersehen im Gerichtssaal in Buxtehude.

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