17.10.2020, 04:37
Nächtliches Feuer zerstört Horneburger Wohnhaus

HORNEBURG. Ein Wohnhaus in Horneburg ist in der Nacht zu Sonnabend in Flammen aufgegangen. Zunächst war ein Pkw im Carport in Brand geraten, das Feuer breitete sich rasend schnell aus.

Anwohner hatten bemerkt, dass ein im Carport direkt an einem Wohnhaus an der Kelterbornstraße abgestellter Audi S3 lichterloh brannte. Sie setzten einen Notruf ab. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte um 1.38 Uhr die Feuerwehren aus Horneburg und Dollern sowie die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes aus den Rettungswachen in Horneburg und Buxtehude.

„Bei unserem Eintreffen standen Fahrzeug und Carport schon im Vollbrand“, berichtete der Einsatzleiter, Horneburgs stellvertretender Ortsbrandmeister Jan Lehmkau. Da hatte das Feuer bereits auf das Wohnhaus übergegriffen, auch Zaun und Hecke auf der gegenüberliegenden Seite der engen Wohnstraße hatten Feuer gefangen. Die Rauchentwicklung war immens. Lehmkau ließ die Feuerwehren aus Nottensdorf und Bliedersdorf sowie die Drehleiter vom Zug II der Stader Feuerwehr hinzualarmieren.

Auch aus dem Korb der Drehleiter vom Zug II der Stader Feuerwehr wird gelöscht. Foto: Beneke

Bewohner kann gerettet werden

Unter schwerem Atemschutz begannen die Feuerwehrleute mit der Brandbekämpfung. Sie bauten Schlauchleitungen zu mehrere Hundert Meter weit entfernten Hydranten auf, um auf ausreichend Löschwasser zurückgreifen zu können. Im ersten Obergeschoss des Reihenhauses befand sich noch der Bewohner. Die Einsatzkräfte konnten ihn ins Freie bringen. Die Notfallsanitäter betreuten den Mann, der augenscheinlich mit dem Schrecken davonkam.

Die Freiwilligen hatten den Brand rasch unter Kontrolle. Vom Korb der Drehleiter aus deckten sie Teile des Daches ab, um versteckte Glutnester ablöschen zu können. Das Rangieren in der schmalen Sackgassen war ein schwieriges Unterfangen. Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten sie die Brandstelle. Später setzten sie auch schaumartiges Netzmittel ein, um die Oberflächenspannung des Wassers zu verringern und so ein besseres Eindringen in die kokelnden Überreste zu ermöglichen.

Schaden von mindestens 175.000 Euro

Vom Audi S3 blieb nur noch die verbrannte Karosserie übrig, die verkohlten Holzbalken des Carports fielen teilweise in sich zusammen. Das Wohnhaus ist bis auf Weiteres nicht bewohnbar, Rauch und Feuer zogen durch alle Etagen – vom Keller bis ins Obergeschoss. Die Bewohner kommen privat unter. Auch ein Nachbarreihenhaus nahm Schaden, Fenster waren geborsten. Einsatzleiter Lehmkau bezifferte den Sachschaden nach ersten Schätzungen auf mindestens 175.000 Euro.

Nach rund drei Stunden sperrten die Feuerwehrleute den Brandort ab, damit war für die der Einsatz beendet. Wie es zu dem Brand gekommen ist, blieb zunächst unklar. Fest steht nur, dass das Feuer seinen Ursprung beim Audi S3 nahm. Beamte des Einsatz- und Streifendienstes des Buxtehuder Polizeikommissariates sowie der Tatortgruppe der Stader Polizeiinspektion haben mit den Recherchen zur Brandursache begonnen.

Die Feuerwehrleute nehmen Teile des Daches auf, um versteckte Glutnester aufspüren und ablöschen zu können. Foto: Beneke

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