13.03.2019, 11:12
Ohne Gurt und Kindersitz: Polizei ahndet 58 Verstöße bei großangelegter Kontrolle

LANDKREIS. Die Polizei überprüfte am Dienstag Autofahrer und -insassen im Landkreis Stade, ob sie Sicherheitsgurt und Kindersitz vorschriftsmäßig verwenden. Mit durchwachsenem Ergebnis.

Dabei sind 58 Fahrzeugführer beziehungsweise Mitfahrer sind aufgefallen. In 41 Fällen wurden Gurte nicht oder nicht vorschriftsmäßig angelegt, in 14 Fällen waren Kinder nicht richtig gesichert und in drei Fällen wurden Mobiltelefone während der Fahrt benutzt. Die Betroffenen mussten ein Verwarnungs- oder Bußgeld entrichten und wurden von den Polizistinnen und Polizisten entsprechend aufgeklärt.

Sicherheitsgurte, Kinderrückhaltesysteme, Schutzhelme und Schutzkleidung sind im Straßenverkehr unverzichtbare Sicherungsmittel, um die Verletzungsfolgen bei einem Verkehrsunfall maßgeblich zu reduzieren. Entscheidend ist dabei, ob ein Beteiligter bei einem Verkehrsunfall von den Sicherheitssystemen Gebrauch gemacht hat.

Fahren ohne Sicherheitsgurt ist tödliches Risiko

Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen haben ergeben, dass Sicherheitsgurte durchschnittlich zu 98 Prozent angelegt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen jedoch, dass der Verzicht auf das Anlegen eines Sicherheitsgurtes das Risiko, bei einem Verkehrsunfall getötet oder schwer verletzt zu werden, deutlich erhöht.

Bei der Benutzung von Kraftfahrzeugen der Grundsatz gilt, dass nur so viele Personen befördert werden dürfen, wie Sitzplätze vorhanden sind und Kinderrückhaltesysteme dem aktuellen Stand der Technik entsprechen müssen (Prüfzeichen: ECE-R-44-03 oder -04).

Ein Viertel der Kinder nicht richtig gesichert

Es wird davon ausgegangen, dass ein Viertel der Kinder in PKWs in einem Alter von über sechs Jahren nicht altersgerecht gesichert sind. Ungesicherte Kinder sind gegenüber gesicherten Kindern bei einem Verkehrsunfall einem siebenmal höheren Risiko ausgesetzt, schwere bis tödliche Verletzungen zu erleiden.

Die Kontrollen der Polizei zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und damit verbundenen Senkung der Unfallzahlen mit verletzten oder sogar getöteten Verkehrsteilnehmern werden fortgesetzt.

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