14.08.2020, 11:28
Personensuche auf der Elbe bislang erfolglos: War es eine Robbe?

GRÜNENDEICH. Die Suche nach einem Schwimmer, der am Donnerstagabend vor dem Fährhaus in Schulau in der Elbe untergegangen sein soll, verlief bislang erfolglos. Es ist unklar, ob der Zeuge tatsächlich einen Menschen oder möglicherweise eine Robbe gesehen hat.

(Update: Freitag, 14. August, 13.15 Uhr: Weitere Details hinzugefügt)

Die Kripo der Polizeidirektion Bad Segeberg hat die weiteren Ermittlungen im Fall „Badunfall“ am Schulauer Strand in Wedel übernommen. Bislang ist allerdings offen, ob am Donnerstagabend überhaupt ein Mensch beim Schwimmen in der Elbe verunglückt ist. Es gebe keine Vermisstenmeldung, auch am Strand fanden sich offenbar (noch) keine Hinweise wie beispielsweise Tasche, Bekleidung oder Handtuch. Die Ermittler schließen nicht aus, dass die Zeugen möglicherweise sogar eine Robbe beim Auf- und Abtauchen oder im Wasser treibend beobachtet habe, so eine Beamter.

Die Feuerwehren aus Stade, Grünendeich und Borstel und die DLRG-Einheiten aus Stade, Buxtehude und Horneburg/Altes Land aus dem Landkreis Stade koordinierten ihren Einsatz vom Lühe-Anleger aus. Foto: Stephan

Rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und DLRG hatten am Donnerstag länderübergreifend nach der Alarmierung um 17.35 Uhr bis 21.30 Uhr die Elbe vor dem Schulauer Fährhaus (Wedel) abgesucht. Im Einsatz waren zehn Boote, unterstützt wurden sie von der Landes- und Wasserschutzpolizei und dem Rettungsdienst. Auch ein Hubschrauber der Polizei flog den Bereich ab, sagte Torben Fehrs vom Kreisfeuerwehrverband Pinneberg. Ein Sonargerät, das Gegenstände oder Menschen unter Wasser aufspüren kann, kam zum Einsatz. Mit den Booten sei eine Suchkette gebildet worden, sagte der Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Grünendeich, Jan Gruhn. Mehrere Suchpunkte wurden für die Taucher markiert. Diese suchten den Elbgrund ab – ohne Erfolg. Auch die Wasserschutzpolizei Hamburg war mit einem Boot vor Ort, sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth.

Suche um 21.30 Uhr erfolglos abgebrochen

Die Ortsfeuerwehren Borstel, Stade und Grünendeich sowie die DLRG-Ortsgruppen Stade und Buxtehude und Horneburg/Altes Land hatten die Kräfte aus Hamburg und Schleswig-Holstein bei der Personensuche unterstützt; am Lühe-Anleger hatten sich die Kräfte gesammelt. Auf der anderen Elbseiten waren die Feuerwehren Wedel, Hamburg und Itzehoe sowie der DLRG-Gruppe Wedel alarmiert worden. Um 21.30 Uhr wurde mit Einsetzen der Dunkelheit die Suche ergebnislos beendet, sagte der Sprecher des DLRG-Bezirk Stade, Thomas Lührs.

Hinweisschilder warnen auch am Strand in Schulau vor Baden in der Elbe, die Grünen hatten sich 2018 für deutliche Hinweise ausgesprochen. Die Warnschilder ähneln denen in Bassenfleth und in Wisch auf niedersächsischer Seite. Bereits vor einer Woche gab es in Grünendeich einen tödlichen Badeunfall, ein 50-Jähriger war ertrunken. Sog und Schwell des Helgoland-Katamarans hatten ihn nahe der Uferbefestigung weiter in den Fluss gezogen, er verstarb im Krankenhaus. Die DLRG warnt eindringlich vor den Gefahren des Schwimmens in der Elbe – mit Verweis auf die starke Strömung, den schiffserzeugten Sog und Schwell sowie die Risiken durch die Temperatur-Unterschiede für den Kreislauf.


 

Leserbrief


Weitere Topthemen aus der Region:
  • 28.09.2020, CUXHAVEN
    Zwei Segler sterben bei Schiffsunglück im Kreis Cuxhaven
    Mehr
  • 28.09.2020, HAMBURG
    Illegales Straßenrennen entdeckt
    Mehr
  • 28.09.2020, HAMBURG
    Zwei Großbrände beschäftigen Feuerwehr
    Mehr
  • 28.09.2020, HARSEFELD
    Nächtlicher Wasserrohrbruch mitten in Harsefeld
    Mehr
  • 27.09.2020, ASPE
    Hyundai prallt an K 61 bei Aspe gegen Baum
    Mehr
  • 27.09.2020, DROCHTERSEN
    Feuerwehreinsatz: Anwohner verbrennt Müll in Drochtersen
    Mehr
  • 27.09.2020, JORK
    Treckerunfall in Groß Hove: Erntehelfer verstirbt in Klinik
    Mehr
  • 27.09.2020, HIMMELPFORTEN
    Defekter Start-Zug steht im Bahnhof Himmelpforten
    Mehr
  • 25.09.2020, ELSTORF
    Diebe stehlen Werkzeug aus Transporter
    Mehr
  • 25.09.2020, GNARRENBURG
    Kriminelle scheitern mit Enkeltrick
    Mehr