22.04.2019, 02:01
Reetdachhaus im Dornbuscher Moor brennt nieder

DORNBUSCH. In der Nacht von Sonntag auf Montag stand im Dornbuscher Moor ein reetgedecktes Wohngebäude in Flammen. Die Einsatzkräfte der drei alarmierten Feuerwehren konnten nicht verhindern, dass das leer stehende Einfamilienhaus komplett nieder brannte.

Um 23.46 Uhr gab die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle den Alarm. Die Feuerwehren aus Dornbusch, Hüll und Drochtersen rückten aus. Beim Eintreffen der ersten Ehrenamtlichen stand das Haus bereits in Vollbrand. Meterhoch schlugen die Flammen aus dem Reetdach, das rasch in sich zusammenfiel. Das Haus steht einige Hundert Meter von der Straße entfernt, sodass die Feuerwehrleute lange Schlauchleitungen verlegen mussten, um das Löschwasser zum Brandort zu transportieren.

Teilweise unter schwerem Atemschutz bekämpften die 60 Freiwilligen unter der Führung von Gemeindebrandmeister Peter Lühwink das Feuer. Die Flammen hatten sich schon weit ins Innere des Wohnhauses durchgefressen. Teile des Giebels stürzten frühzeitig ein. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Das Eigentümer-Ehepaar hatte gerade mit den Vorbereitungen für die Renovierungsarbeiten begonnen. Ein Bagger stand noch auf dem Gelände, mit dem war der Weg wenige Tage zuvor befestigt worden. Den Feuerwehrleuten gelang es, den direkt an das Wohnhaus angrenzenden alten Schweinestall zu erhalten. Feuerwehrsprecher Arnd König taxierte den bei dem Brand entstandenen Sachschaden auf rund 70 000 Euro.

Die Feuerwehrleute löschten bis in die Morgenstunden

Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwendig und zogen sich bis in die frühen Morgenstunden hin. Immer wieder loderten die Flammen aus der in sich zusammengefallenen Konstruktion, das Feuer flammte mehrfach wieder auf. Mit Einreißhaken nahmen die Feuerwehrleute die Dachbalken und die Dachverschalung auseinander, um versteckte Glutnester ausfindig machen und ablöschen zu können. Verletzte waren nicht zu beklagen. Die vorsorglich mit einem Rettungswagen angerückten Notfallsanitäter der Drochterser Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes mussten nicht eingreifen.

Die Brandursache bleibt unklar. Ermittler der Stader Polizeiinspektion und speziell geschulte Tatortermittler haben die Spuren des Feuers dokumentiert. Brandexperten der Polizei werden die Ruine in den kommenden Tagen in Augenschein nehmen. Das Haus soll zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht ans Stromnetz angeschlossen gewesen sein, was einen technischen Defekt unwahrscheinlich werden lässt. Zeugen, die Angaben zum Ausbruch des Brandes machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0 41 41/ 10 22 15 bei der Stader Polizei zu melden. Die Kreisstraße 12 (Dornbuschermoor) musste während der Löscharbeiten zeitweise durch Feuerwehrleute gesperrt werden. Zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht.

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