UPDATE
14.11.2019, 13:06
Schwerer Unfall: Tesla landet in Bützflether Seniorenwohnanlage

STADE. Eine ältere Dame ist am Donnerstagvormittag mit einem Elektroauto in die Seniorenwohnanlage an der Deichstraße in Bützfleth gefahren. Sie kam verletzt ins Krankenhaus. Der Sachschaden ist hoch.


(Letztes Update am Donnerstag, 14. November, um 15.06 Uhr: Informationen zur Statik des Gebäudes wurden hinzugefügt.)

Die Fahrerin hatte offenbar Probleme mit der Bedienung ihrer Limousine der Marke Tesla. Auf dem Parkplatz schoss sie gegen 11.45 Uhr geradewegs in die Fassade des Neubaus der Stader Betreuungsdienste, der im Dezember bezogen werden soll. Die Arztpraxis im Erdgeschoss hat bereits geöffnet. Der Mediziner und die Mitarbeiter blieben unverletzt, sie kümmerten sich sofort um die verletzte Frau.

Der Tesla steckte in der Mauer fest und gab Zischgeräusche von sich. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte die Feuerwehren aus Bützfleth, Bützflethermoor und Stade (Zug I) sowie die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes aus der Drochterser Rettungswache. Die Notfallsanitäter übernahmen die Versorgung der Frau und brachten sie im Rettungswagen ins Stader Elbe Klinikum. 

Gewaltiger Sachschaden

Die Feuerwehrleute sicherten den Unfallwagen und zogen ihn von der Wand weg. Sie kontrollierten mit einer Wärmebildkamera die zahlreichen im Fahrzeug verbauten Batterien. Im Brandfall oder bei starker Erhitzung bestünde Explosionsgefahr. Außerdem streuten sie auslaufende Betriebsstoffe ab. Später unterstützten sie die Mitarbeiter des Abschleppdienstes beim Abtransport. "Es handelt sich um den ersten Einsatz dieser Art mit einem Elektroauto", erklärte der stellvertretende Stader Stadtbrandmeister Wilfried Sprekels. Der Einsatz war gegen 13 Uhr beendet.

Feuerwehrsprecher Erwin Bube geht von einem Sachschaden von mindestens 60 000 Euro aus. Das Mauerwerk innen und außen muss teilweise erneuert werden. Ermittler der Stader Polizeiinspektion dokumentierten die Spuren des Unfalls und befragten Zeugen.

Der Sachschaden am Gebäude war gewaltig. Architekten und Statiker überprüften das Haus, konnten am frühen Donnerstagnachmittag aber Entwarnung geben.

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