15.08.2019, 20:32
Schwerer Unfall auf Obstmarschenweg in Osterjork

JORK. Auf dem Obstmarschenweg sind am Donnerstag – gegen 19.15 Uhr – drei Personen teils schwer verletzt worden.


Ein 21-Jähriger hatte auf der L 140 in Osterjork mit seinem grünen VW Golf mehrere Pkw überholt, sagte Thorsten Jabelmann von der örtlichen Polizeistation. Der junge Mann war in Richtung Ortsmitte unterwegs. Bei seinem Überholmanöver  muss der Jorker übersehen haben, dass vor ihm eine 18-Jährige aus Jork mit ihrem schwarzen VW Golf nach links in die Weidenstraße abbiegen wollte. Beide Pkw stießen zusammen.

Beifahrer macht sich blutüberströmt aus dem Staub

Das Fahrzeug des 21-Jährigen schoss über den Fußweg – und riss die Fußgängerampel um. Die Feuerwehrleute klemmten später die Signalanlage ab. Im Pkw des Mannes saß ein Unbekannter auf dem Beifahrersitz. Dieser machte sich laut Polizei blutüberströmt aus dem Staub – und verschwand im Wohngebiet südlich der L 140. Die Polizei fuhr die Straßen ab. Doch der Mann blieb wie vom Erdboden verschluckt. Sicherheitshalber orderten die Beamten den Polizeihubschrauber Phönix aus Hannover. Dieser ist unter anderem mit einer Wärmebildkamera ausgestattet. Der EC 135 P2 (Airbus Helicopters) flog mit bis zu 254 km/h von Hannover-Langenhagen in Richtung Jork, aufgrund des aufziehenden Nebels musste der Hubschrauber in Soltau beidrehen. Die Suche wurde abgebrochen.

80 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Feuerwehr war mit den Ortsfeuerwehren Jork, Ladekop, Hove und Borstel vor Ort. Rund 80 Feuerwehrleute waren laut Feuerwehr-Sprecher Tim Ladwig im Einsatz. Jabelmann und Gemeindebrandmeister Jens Lohmann lobten die Ersthelfer, die sich bis zum Eintreffen der Notärztin des Elbe Klinikums und der Notfallsanitäter des DRK um die Verletzten kümmerten. Weil es in der ersten Meldung hieß, dass die Personen eingeklemmt und schwer verletzt seien, wurde mit dem ADAC-Rettungshubschrauber Christoph Hansa ein Notarzt zur Unterstützung der Retter aus dem Unfallkrankenhaus Boberg eingeflogen. Dieser war in sieben Minuten vor Ort. Die Schwerverletzte (18) kam ins Elbe Klinikum nach Stade, der 21 Jahre alte Unfallverursacher ins Krankenhaus nach Buxtehude. Die L 140 war bis gegen 22 Uhr zwischen Ostfeld (Kreisel) und Königreich voll gesperrt.
Die Freiwillige Feuerwehr sicherte unter Führung des Jorker Ortsbrandmeisters Stefan Six die Unfallstelle ab –  und übernahm die Regelung des Verkehrs. Außerdem unterstützten sie die Mitarbeiter des Jorker Bauhofes und der Straßenmeisterei des Landes bei den Aufräumarbeiten und den Abschleppdienst bei der Bergung der Wracks.

Anwohner klagen über Raser

Einige Anwohner der L 140 beklagten, dass viele Autofahrer seit der Sanierung der Straße zu schnell fahren würden.

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