09.08.2018, 08:50
Schwerer Unfall in Drochtersen: Lkw prallt auf Anhänger
Leserbrief

DROCHTERSEN. Bei einem Verkehrsunfall in der Gemeinde Drochtersen hat ein Lkw-Fahrer am frühen Donnerstagmorgen schwere Verletzungen erlitten. Er war mit seinem Laster auf einen am Straßenrand abgestellten Anhänger eines Tanklastzuges aufgefahren.

Das Unglück ereignete sich kurz vor Tagesanbruch gegen 4.40 Uhr. Der Fahrer war mit dem Lkw einer Ammerländer Großbäckerei auf der Gauensieker Straße (Landesstraße 111) aus Richtung Assel kommend gen Nindorf unterwegs. Am Drochterser Ortseingang in Höhe der Tankstelle an der Abzweigung zur Werkstraße stand auf seiner Fahrspur ein am Fahrbahnrand abgestellter Anhänger eines Tanklastzuges eines Futtermittellieferanten. Der Lkw-Fahrer übersah den Anhänger im Dunkeln offenbar und fuhr frontal auf.

„Der Fahrer war nicht eingeklemmt“, sagte der stellvertretende Drochterser Gemeindebrandmeister und Feuerwehrsprecher Arnd König. Der Mann saß alleine in dem Lkw. Notarzt, Notfallsanitäter und Feuerwehrleute versorgten den Schwerverletzten zunächst im Führerhaus. Anschließend kam er im Rettungswagen ins Stader Elbe Klinikum. Im Einsatz waren Notfallsanitäter der Drochterser Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes, einen Notarzt vom Stader Elbe Klinikum sowie die Feuerwehr Drochtersen.

Autofahrer pöbelt Helfer an

Die Feuerwehrleute sperrten die Unfallstelle ab. Die Drochterser Wehr war mit 30 Ehrenamtlichen vor Ort. Während der Rettungsarbeiten und beim Abschleppen des Lkw blieb die Gauensieker Straße voll gesperrt, später konnten die Einsatzkräfte den Verkehr einspurig wechselseitig vorbeilotsen. Im beginnenden Berufsverehr kam es zu Rückstaus in beide Richtungen. Ein Verkehrsteilnehmer wollte offenbar nicht warten, drang in die Einsatzstelle ein und wollte sie trotz Aufforderung auch nicht verlassen. Er verhielt sich aggressiv gegenüber Feuerwehrleuten und Polizisten.

Der Lkw war offenbar ungebremst auf den Anhänger aufgefahren. Bremsspuren auf dem Asphalt waren nicht zu sehen. Führerhaus und Anhänger nahmen schweren Schaden. Feuerwehrsprecher König schätzte den Sachschaden auf mindestens 35.000 Euro. Der Anhänger war dort ganz legal abgestellt worden: „Das ist kein Problem – solange er vernünftig gesichert ist“, sagte der Einsatzleiter der Polizei, Hauptkommissar Andreas Abbenseth. In dem Bereich gibt es zwar eine reguläre Straßenbeleuchtung, jedoch mit sehr geringer Leuchtkraft. Zum Unfallzeitpunkt war es noch dunkel.

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