26.03.2020, 14:49
Schwerer Unfall in Jork: 57-Jähriger wird mit Rettungshubschrauber ausgeflogen

JORK. Auf der Landesstraße L 140 ist am Donnerstag ein Dacia-Fahrer bei einem Unfall schwerst verletzt worden und musste nach der Erstversorgung durch Ärzte und DRK-Notfallsanitäter mit dem Rettungshubschrauber Christoph 29 in eine Spezialklinik nach Hamburg ausgeflogen werden.


(Letztes Update am 26. März um 20.15 Uhr: Hintergrundinformationen ergänzt.)

Nach den ersten Ermittlungen der Polizei war der Dacia-Fahrer (57) auf der Straße Westerjork in Richtung Mittelnkirchen unterwegs. Zeugen berichteten, dass der 57-Jährige – nach dem Mini-Kreisel in der Ortsmitte – wiederholt über die Mittellinie gefahren sei. Auf Höhe der Tankstelle sei der Fahrer erneut auf die Gegenfahrbahn geraten. Der Dacia kollidierte mit einem Obstbau-Gespann. Der Pkw schob sich unter den mit 16 Großkisten beladenen Anhänger. Die vordere Achse riss ab, der Pkw drehte sich. Der Schlepper-Fahrer, ein Obstbauer (55) aus Neuenkirchen, blieb bis auf einen Schock unverletzt. Der Pkw-Fahrer war im Wrack eingeklemmt.

Blick auf die Unfallstelle.

Die Ortsfeuerwehren aus Jork, Borstel, Ladekop sowie Hove rückten um 13.34 Uhr mit 50 freiwilligen Feuerwehrleuten aus, ein Arzt aus der Nachbarschaft war einer der ersten Helfer vor Ort. DRK-Notfallsanitäter und Notärzte versorgten den Schwerstverletzten, zeitgleich schnitten die Einsatzkräfte die Türen und das Dach mit schwerem Rettungsgerät ab. Über die Rückbank wurde der Verletzte – mit einem Spineboard – aus dem Wrack gezogen. Hand in Hand arbeiteten die Retter unter der Führung von Einsatzleiter Steven Helfrich. Auch für erfahrene Retter war es ein belastender Einsatz.

L 140 war für zwei Stunden gesperrt

Aufgrund der Verletzungen wurde der Rettungshubschrauber Christoph 29 alarmiert, dieser landete vor der Sparkasse Stade-Altes Land auf der L 140. Die Straße war für die Rettung, die Unfallaufnahme und die Bergung mehr als zwei Stunden voll gesperrt. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es nicht, die Straßen sind krisenbedingt leer.

Für Notärzte, Notfallsanitäter und Feuerwehrleute galt es, den Kontakt zu weiteren Kräften angesichts der Corona-Gefahr so stark wie möglich zu reduzieren, so Feuerwehr-Sprecher Tim Ladwig. Ein Teil der Einsatzkräfte blieb in den Fahrzeugen sitzen oder stellte sich abrufbereit in der Nähe auf. Weitere Feuerwehrleute versammelten sich – unter Wahrung der coronabedingten Abstandsvorgaben – vor den Gerätehäusern. Gemeindebrandmeister Jens Lohmann hatte (wie bei allen Feuerwehren in Deutschland) aufgrund der Corona-Pandemie angeordnet, dass besondere Vorgaben bei den Einsätzen gelten; nur die Helfer unmittelbar am Fahrzeug waren davon ausgenommen. Um die Einsatzbereitschaft der sieben Ortsfeuerwehren der Gemeinde Jork und ihrer 317 Aktiven zu gewährleisten, sind alle Übungs- und Dienstabende abgesagt, um einen Ausfall durch Erkrankungen und/oder Quarantäne möglichst zu vermeiden, so Lohmann.

Polizeisprecher Rainer Bohmbach bittet Zeugen, sich unter 0 41 62 / 91 38 30 bei der Jorker Polizei zu melden.

 

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