29.11.2020, 13:20
Seenotsignal abgefeuert: Großeinsatz auf der Elbe

LANDKREIS. Großeinsatz am späten Freitagabend auf der Elbe: Freiwillige von Feuerwehr und Deutscher Lebensrettungsgesellschaft rückten aus, weil Unbekannte offenbar rote Seenotsignale abgefeuert haben.

Um 20.50 Uhr gab die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle des Landkreises Stade den Alarm. Die Kooperative Regionalleitstelle West im schleswig-holsteinischen Landkreis Pinneberg hatte um Unterstützung gebeten. Dort waren mehrere Notrufe eingegangen. Unter anderem Feuerwehrleute aus Kollmar hatten rote Seenotsignale über der Elbe in Höhe der Tonne 91 aufsteigen sehen. Einen Havaristen konnten sie auf die Schnelle aber nicht ausmachen.

So begann eine aufwendige Suchaktion, die von beiden Elbseiten aus koordiniert wurde – kein ungefährliches Unterfangen bei Dunkelheit, Nebel und Temperaturen kaum oberhalb des Gefrierpunktes. Aus dem Landkreis Stade waren unter anderem die Feuerwehren aus Dornbusch, Drochtersen und Stade sowie die DLRG-Ortsgruppen aus Drochtersen, Stade, Horneburg/Altes Land und Buxtehude alarmiert. Mit zwei Rettungswagen postierten sich die Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes aus der Drochterser Rettungswache auf der Elbinsel Krautsand.

„Vor Ort bildeten die Einsatzkräfte mehrerer Rettungsorganisationen mit ihren Booten eine Suchkette und leuchteten den Fluss aus“, berichtet der Stader DLRG-Sprecher Markus Scheliga. Auch Taucher und Strömungsretter standen bereit. Eine Saugbagger-Besatzung, die vor der Elbinsel Pagensand auf Grund lag, unterstützte die Retter mit ihren Scheinwerfern. Boote oder Menschen in Not konnten jedoch nicht ausgemacht werden. „Da sich das Wetter und damit die Sicht verschlechterte, brachen die Suchmannschaften die Suche aus Eigenschutzgründen noch in der Nacht ab“, teilt Scheliga mit.

Im Laufe der Nacht gab es keine weiteren Hinweise auf einen Notfall auf der Elbe. Denkbar ist, dass wieder einmal Unbekannte aus Spaß ein Seenotsignal abgefeuert haben. Zudem gibt es den Verdacht, dass rote Warnleuchten von Baukränen auf der Elbinsel Krautsand mit einem Seenotsignal verwechselt worden sind. Die Wasserschutzpolizei Hamburg hat die Ermittlungen in der Sache aufgenommen.

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