10.03.2017, 14:55
Sensationsfund: Langobarden-Schwert in Apensen entdeckt

LANDKREIS. Der Langobarden-Fürst von Apensen war mächtig und hatte Stil: Auf seiner Reise ins Jenseits nahm er‘ ein prunkvolles Römerschwert mit. 2000 Jahre später wird seine Urne wieder geleert. „Es ist ein sensationeller Fund“, sagt der Kreisarchäologe Daniel Nösler.

Der Schwertgriff ist „mit Gold“ in Schlangen-Optik verziert. Vergleichbares haben Archäologen im Norden noch nicht in einem Elbgermanen-Grab ausgebuddelt. Das Schwert stammt laut Daniel Nösler aus der Zeit zwischen dem Gallischen Krieg und Christi Geburt. „Der Tote muss zu der absoluten Elite gehört haben“, sagt Nösler, „vielleicht haben wir es sogar mit dem Gründer einer örtlichen Dynastie zu tun.“

CT-Aufnahme des als Urnen genutzten römischen Bronzegefäßes aus dem Brandgräberfeld von Apensen. Foto GE Sensing & Inspection Technologies

Ein weiteres ‚Fürstengrab‘ hatte der Archäologe Willi Wegewitz (1898 - 1996) bereits 1927 ausgegraben; in seinem Bronzeeimer fand sich zerschlagenes römische Tafelgeschirr aus Silber und Bronze. Der Tote wurde 200 Jahre später als der Mann mit dem Goldschwert begraben. Vergleichbare ‚Fürstengräber‘ gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt oder in Dänemark.

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