13.09.2017, 09:52
Metronom und S-Bahn fallen aus - EVB fährt
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LANDKREIS. Orkantief "Sebastian" hat im Landkreis Stade gewütet: Zahlreiche umgeknickte Bäume sorgen für Staus. Zwischen Horneburg und Stade verkehren bis zum Betriebschluss weder S-Bahn noch Metronom. In Hamburg hat Sturm "Sebastian" ein Todesopfer gefordert.

+++ 20 Uhr +++

Hier geht's zum ausführlichen Bericht über den Sturm im Landkreis Stade. Einen Artikel über die Folgen für Norddeutschland gibt es hier.

+++ 19.15 Uhr +++

Auch der Metronom stellt den Verkehr zwischen Buxtehude und Stade bis Betriebschluss ein. In Buxtehude stehen derzeit rund 500 Menschen am Bahnhof und warten auf den Schienenersatzverkehr. Die Verbindung der EVB zwischen Buxtehude und Bremervörde läuft hingegen reibungslos, wie die EVB auf TAGEBLATT-Anfrage bestätigte.

+++ 18.15 Uhr +++

Die S-Bahn Hamburg meldet, dass zwischen Buxtehude und Stade voraussichtlich bis Betriebsschluss keine Züge mehr verkehren werden.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt warnt vor einer Sturmflut. Der Hamburger Fischmarkt könnte überflutet werden. In den Abendstunden ist in der Elbmündung, in Hamburg und an der Nordfriesischen Küste eine Sturmflut mit Wasserständen zwischen 1,50 und 2 Metern über dem mittleren Hochwasser zu erwarten. Es ist sei die erste Sturmflut in diesem Herbst, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg mit. Der Wind aus Westsüdwest mit einer Stärke von durchschnittlich 9, in Böen 10 Beaufort drücke das Wasser der Nordsee an der ostfriesischen Küste vorbei auf die nordfriesische Küste.

Eine Sturmflut kurz nach Beginn des meteorologischen Herbstes (1. September) sei für die Nordsee nicht ungewöhnlich. Die Geografie der Küste sowie der Trichtereffekt von Deutscher Bucht und Elbmündung begünstigten bei westlichen Winden das Auftreten von Sturmfluten.

In der Elbmündung bei Cuxhaven werde das Hochwasser voraussichtlich bei 1,50 bis 2 Metern über dem mittleren Hochwasser liegen. Zwischen Büsum und Sylt werden Wasserstände um 2 Meter über dem mittlerem Hochwasser erwartet. Das Abendhochwasser in Hamburg wird nach den bisherigen Prognosen des BSH ebenfalls 2 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen. Dies führt zu leichten Überschwemmungen auf dem Hamburger Fischmarkt, die gegen 22 Uhr zu erwarten wären. (dpa)

+++ 17.20 Uhr +++

In Hamburg hat es ein zweites Todesopfer gegeben. Am Anlieger in Blankenese ist ein Rollstuhlfahrer in die Elbe gestürzt und ertrunken. Die Feuerwehr konnte den Mann nur noch tot bergen. Ein Suizid kann allerdings nicht ausgeschlossen werden.

+++ 16.30 Uhr +++

Zwischen Agathenburg und Dollern sind mehrere Bäume auf die Oberleitung der Bahnstrecke gefallen und haben auf einer Strecke von 100 Metern große Schäden angerichtet. Die Freischneidearbeiten der Feuerwehr sind weitesgehend beendet. Unklar ist noch, wie lange die Strecke aufgrund der defekten Oberleitung gesperrt bleiben wird. Zurzeit ist der Zug- und S-Bahn-Verkehr zwischen Horneburg und Stade komplett stillgelegt. Ein Ersatzverkehr ist eingerichtet. Die S 31 verkehrt nur zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Harburg Rathaus.

 

+++ 16 Uhr +++

Der in der Hamburger Innenstadt von einem Gerüst begrabene Mann, ist seinen Verletzungen erlegen. Das teilte die Hamburger Polizei via Twitter mit.

+++ 15.20 Uhr +++

Auf der Buxtehuder Straße in Stade sorgt ein umgeknickter Baum zwischen Autobahnauffahrt und Schwingebrücke für Staus in beide Richtungen. An dieser Stelle hat es zudem einen Auffahrunfall gegeben.

Ein umgestürztes Baugerüst hat einen Passanten in der Hamburger Innenstadt untersich begraben und lebensgefährlich verletzt. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers hatte sich das Gerüst vermutlich in Folge starker Windböen vom Dach des siebengeschossigen Bürogebäudes gelöst. Der Mann sei von den Gerüstteilen getroffen und unter ihnen eingeklemmt worden, teilte die Polizei mit. Der Verkehr im Bereich der Unfallstelle wurde für den Zeitraum der Rettungsarbeiten voll gesperrt. (dpa)

+++ 12 Uhr +++

Der erste und recht frühe Herbststurm werde „recht kräftig“, besonders windig werde es in den Nachmittagsstunden, sagte ein Meteorologe am Morgen. Bäume drohen umzufallen, da die Böden noch nass seien. Der Sturm „Sebastian“ könne sie so leicht entwurzeln, erklärte der Meteorologe. Auch für Hamburg sind orkanartige Böen mit bis zu 117 km/h vorausgesagt.

Die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen fährt derzeit planmäßig. Die Fährverbindung Hamburg-Helgoland über Cuxhaven fällt allerdings aus, wie der Betreiber bekanntgab.  „Das Wetter ist zu extrem“, sagte die Sprecherin am Morgen. Man erwarte bis zu sechs Meter hohe Wellen in der Deutschen Bucht. An der Nordseeküste soll es stellenweise auch gewittern. (mit Material von dpa)

Zur Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes: www.dwd.de

Dieser Text wird ständig aktualisiert.

S-Bahn, Metronom und Polizei twittern:

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