17.02.2020, 09:19
Sturmtief „Victoria“ bereitet Einsatzkräften viel Arbeit

LANDKREIS. Die Ausläufer von Sturmtief "Victoria" bescherten den Feuerwehren im Landkreis am Sonntagabend noch etliche Einsätze. Wind und Regen zogen durch die Region.


Auf einem Grundstück an der Straße Brüggfelde in Harsefeld hatte sich auf der Mauer zu einem Nebengebäude eine Abdeckplatte aus Metall gelöst. Sie wurde vom Wind hin- und hergeschoben, drohte durch die Luft zu fliegen. Aus dem Korb ihrer Drehleiter heraus entfernte Einsatzkräfte der Harsefelder Feuerwehr das Metallstück.

Auf der Norderstraße in Stade-Bützflethermoor – in Richtung Asselermoor – blockierten gleich mehrere Bäume die Fahrbahn. Um 19.32 Uhr alarmierte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle die Feuerwehr Bützfleth sowie die Löschgruppe Bützflethermoor. Die Freiwilligen haben die Stämme zersägt und beiseitegeschafft.

Bäume auf der Straße

Der Zug I der Buxtehuder Feuerwehr beseitigte einen quer über der Rübker Straße liegenden Stamm. Auch auf dem Ahlerstedter Weg in Ahrensmoor lagen Bäume und Äste auf der Straße, die von der örtlichen Feuerwehr zerkleinert und weggeräumt werden mussten.

Auf der Zevener Straße in Apensen war direkt am Ortseingang ein Baum auf Gehweg und Straße gekippt, die Apenser Feuerwehr hatte die Gefahr schnell gebannt.

Am Alten Postweg in Elstorf-Schwiederstorf fiel eine große Tanne, vom Wind entwurzelt, auf die Zuwegung für mehrere Häuser. Dabei gingen auch ein Gartenzaun und eine Telefonleitung zu Bruch. Die Feuerwehr Elstorf rückte aus und beseitigte den Baum.

Probleme im Bahnverkehr

In Stade-Wiepenkathen hat die Feuerwehr einen großen Ast an einem Baum am Waldkindergarten beseitigt. Außerdem ist sie selbst zum Opfer des Sturmtiefs Victoria geworden, kräftige Windböen fegten die Verkleidung des Schornsteins am Feuerwehrhaus beiseite.

Am späten Nachmittag kam es auch wieder zu Problemen im Schienenverkehr. Die S-Bahn stellte wegen eines Oberleitungsschadens und einer Stellwerksstörung zwischen Hamburg-Neugraben und Buxtehude den Verkehr der Linie S3 in diesem Bereich ein. Später weitete die Deutsche-Bahn-Tochter die Sperrung bis Stade aus.

Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen sollte nach Mitteilung des Unternehmens eingerichtet werden, außerdem hielten die Regionalzüge von Start Unterelbe hielten ausnahmsweise auch an den kleineren Bahnhöfen zwischen Stade und Buxtehude. Es kam über Stunden zu erheblichen Verspätungen. Am späten Abend wurde die Strecke wieder freigegeben.

Feuer in Stade

Auch jenseits des Sturms gab es für die Freiwilligen etwas zu tun: Ein kleines Feuer in der Peripherie zwischen der Buxtehuder Straße und der Altländer Straße im Stader Osten rief am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr den Zug I der Stader Feuerwehr auf den Plan. Unbekannte hatten dort offenbar auf einer Wiese gezündelt und Unrat angesteckt. Der Brand war schnell gelöscht.

Feuerwehrleute löschen Unrat in der Feldmark in der Nähe der Buxtehuder Straße in Stade. Foto: Feuerwehr

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