14.01.2020, 04:53
Unbekannte zündeln in Wohn- und Geschäftshaus

STADE. In der Nacht zu Dienstag ist in einem Wohn- und Geschäftshaus am Nachtigallenweg im Stader Stadtteil Hahle erneut ein Feuer ausgebrochen. Rauch und Flammen schlugen aus dem Erdgeschoss. Den Einsatzkräften gelang es, die Wohnungen zu schützen.


Ein Anwohner hatte Rauch bemerkt, der aus den inzwischen von einer Nachbarschaftsinitiative genutzten Praxisräumen im Erdgeschoss zog. Er sah durch die offene Tür Flammen in einem hinteren Raum. Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte beide Züge der Feuerwehr Stade, die Feuerwehr Wiepenkathen sowie den Rettungsdienst. Gegen 3.40 Uhr machte sich ein Großaufgebot an Einsatzkräften auf den Weg. Unter schwerem Atemschutz verschafften sich die Freiwilligen Zugang zu dem völlig verrauchten Bereich.

Dort standen Putzlappen und Malervlies in Brand. Die Räume werden zurzeit renoviert. Mit Wasser konnten die Feuerwehrleute die Flammen schnell löschen und ein Ausbrennen der Räume verhindern. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch Menschen in dem verqualmten Geschoss befanden, durchsuchten die Feuerwehrleute alle Räume. Sie belüfteten anschließend die Etage. Das Treppenhaus und die Wohnungen des verwinkelten Komplexes im Bereich Nachtigallenweg/ Drosselstieg waren nicht betroffen. Auch eine Kontrolle mit der Drehleiter ergab, dass für die Bewohner keine Gefahr bestand. Die Notfallsanitäter mussten nicht eingreifen.

  Belüftung des verrauchten Erdgeschosses. Foto: Beneke

Der Einsatzleiter, Stades Ortsbrandmeister Stephan Woitera, bezifferte den entstandenen Sachschaden auf 5000 Euro. Im Herbst vergangenen Jahres hatte es in den ehemaligen Praxisräumen schon einmal gebrannt. Auch damals gingen Lappen und anderer Unrat in Flammen auf. Der Verdacht: Ein zweites Mal treibt ein Brandstifter hier sein Unwesen. Laut einer ersten Einschätzung von Polizeisprecher Andre Janz „ist davon auszugehen, dass die im Lagerraum abgestellten Renovierungsmaterialien vermutlich mittels Brandbeschleuniger in Brand gesetzt wurden“.

Die Ermittler der Tatortgruppe der Stader Polizeiinspektion haben die Spuren des Feuers dokumentiert. Genaue Ergebnisse werden aber erst nach den Recherchen der Brandermittler der Polizei erwartet, die in den nächsten Tagen anlaufen werden. Zeugen können sich unter der Rufnummer 0 41 41 / 10 22 15 bei der Stader Polizei melden.

  Kontrolle des Komplexes mit der Drehleiter. Foto: Beneke

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