14.08.2019, 12:30
Vater springt auf fahrenden ICE-Zug auf

HAMBURG. Ein Vater stand rauchend am Bahnsteig. Seine Kinder befanden sich bereits im Zug. Plötzlich schlossen sich die Türen, der ICE fuhr ab. Der Mann sprang auf den abfahrenden Zug auf.


Dienstagnachmittag befand sich der ICE 883 zur Weiterfahrt nach München am Hamburger Hauptbahnhof. Im Zug saßen zwei Kinder, 7 und 9 Jahre alt. Deren Vater stand derweil auf dem Bahnsteig und rauchte. Plötzlich schlossen sich die Türen, der Zug fuhr ab.

Der 42-jährige sprang zwischen zwei ICE-Wagen und hielt sich am Faltenbalg fest. Ein Reisender sah einige Minuten später beim Blick durch das Fenster zufällig, wie der Vater versuchte, in Richtung der Tür zu klettern. Er teilte dies dem Zugbegleiter mit, welcher sofort den Triebfahrzeugführer informierte.

Sofort wurde eine Schnellbremsung eingeleitet, der Zug kam im Bereich des Hamburger Oberhafens zum Stehen. Durch den Zugbegleiter wurde der Vater in das Innere des ICE geholt, der Zug setzte seine Fahrt fort.

Im Bahnhof Harburg wartete bereits eine Streife der Bundespolizei auf den Familienvater, der von dem Mitarbeiter der Bahn mittlerweile von der weiteren Fahrt ausgeschlossen worden war. Die Bundespolizisten leiteten gegen den Vater ein Strafverfahren ein. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizei Hamburg. Verletzte Reisende aufgrund der Schnellbremsung wurden nicht bekannt.

Warnung der Bundespolizei

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang: Bahnsurfen ist lebensgefährlich! Aufgrund der hohen Geschwindigkeit kann es vorkommen, dass Bahnsurfer den Halt verlieren, gegen Hindernisse wie Oberleitungsmasten, Schilder oder Bäume prallen oder nach Kontakt mit der 15.000 Volt führenden Oberleitung einen Stromschlag erhalten.

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