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03.06.2019, 20:18
Vermisster Oldendorfer tot aufgefunden
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  Feuerwehr sucht vermissten Oldendorfer an der Oste
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NIEDER OCHTENHAUSEN. Nach den groß angelegten Suchaktionen am vergangenen Wochenende herrscht nun traurige Gewissheit: Der vermisste Oldendorfer ist tot. Mitarbeiter des NLWKN haben bei Arbeiten auf einem Schiff einen Leichnam in der Oste bei Nieder Ochtenhausen treiben sehen.


(Letztes Update am Montag, 3. Juni, um 14.38 Uhr: Nähere Informationen zum Fund sowie ein Video wurden hinzugefügt.)

Jetzt herrscht traurige Gewissheit: Der vermisste Oldendorfer ist tot. Die Besatzung eines Arbeitsschiffes fand den Leichnam des 44-jährigen Familienvaters am Montagmorgen in der Oste in der Nähe des zu Bremervörde gehörenden Dorfes Nieder Ochtenhausen. Die Polizei geht von einem Unglücksfall aus.

Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) waren auf dem Arbeitsschiff „Seehund“ auf der Oste mit Beschilderungsarbeiten beschäftigt, als sie bei Nieder Ochtenhausen im Schlick einen leblosen Körper entdeckten. Die Feuerwehren aus Nieder Ochtenhausen und Bremervörde, die Notfallsanitäter des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes und eine Notärztin rückten aus. Die Oste trennt an dieser Stelle die Landkreise Rotenburg und Stade. Von der hiesigen Elbseite in Höhe der Ortschaft Behrste war ein Zugang zum Wasser für die Rettungskräfte nicht ohne weiteres möglich. Vom Rettungsboot der Bremervörder Feuerwehr gelang es den Freiwilligen, den Mann aus dem Wasser zu ziehen, berichtete der Bremervörder Stadtbrandmeister Nils Schwarz. Sie brachten ihn an Land. Notfallsanitäter und Notärztin konnten nichts mehr für ihn tun, sie konnten nur noch den Tod feststellen. Beamte des Bremervörder Polizeikommissariates sicherten die Einsatzstelle ab.

"Nichts deutet auf ein Fremdverschulden hin"

Ermittler der Tatortgruppe und des Fachkommissariates der Stader Polizeiinspektion nahmen den Leichnam an einem Weg am Deich in Augenschein. Sie konnten die Identität schnell klären: Es handelt sich um den 44-jährigen Oldendorfer, dessen Spur sich nach der Vatertagsparty am Gräpeler Fähranleger verlor und der am Wochenende von Hunderten Einsatzkräften und Freiwilligen aus den Oste-Dörfern gesucht worden war. Nach Angaben von Polizeisprecher Rainer Bohmbach gibt es keine Hinweise auf eine Straftat. „Nichts deutet auf ein Fremdverschulden hin“, sagte Bohmbach. Die Beamten gehen von einem Unfall aus. Vermutlich ist der Mann auf dem Nachhauseweg in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in die Oste gefallen. Die Strömung trieb seinen Körper rund fünf Kilometer in Richtung Bremervörde.

Die Anteilnahme in der Bevölkerung war riesig. In den sozialen Netzwerken im Internet kursierten Suchaufrufe, bundesweit berichteten die Medien über den Fall. Seit Freitag lief eine Suchaktion, an der sich unter anderem Feuerwehr, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Deutsches Rotes Kreuz und Johanniter-Unfallhilfe beteiligt hatten. Die Ehrenamtlichen waren an Land und zu Wasser unterwegs, setzten auch Spürhunde, Boote, Taucher, Drohnen und Hubschrauber ein. Einwohner aus den Oste-Dörfern stellten private Suchtrupps. Die Freiwilligen durchkämmten Felder, Wiesen und Wälder, schritten Gärten und Gehöfte ab, kontrollierten Bäche und Gräben. Mit Sonargeräten überprüften sie den Grund der Oste auf Auffälligkeiten.

Auch die Polizei hatte öffentlich mit Foto und Namen nach dem Familienvater, der allseits bekannt war und sich in der Fußballabteilung des örtlichen Sportvereins engagiert hat, gesucht.

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