26.01.2020, 01:40
Zwei Verletzte nach schwerem Unfall in Ahrenswohlde

AHRENSWOHLDE. In Ahrenswohlde hat sich am Samstagabend ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Zwei Autos sind auf der Kreuzung der Kreisstraße 54 (Lange Straße) und der Landesstraße 127 kollidiert. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.


Zu der Kollision kam es am Sonnabend gegen 22.05 Uhr. Ein 49-jähriger Autofahrer war auf der Landesstraße 127 in Richtung Wangersen unterwegs. An der Kreuzung an der Ahrenswohlder Ortsmitte übersah er in seinem türkisfarbenen Toyota-Sportwagen offenbar ein Stopp-Schild. Die Ampelanlage an der Kreuzung ist nachts ausgeschaltet, gelbes Blinklicht weist jedoch auf die Gefahrenstelle hin.

Sportwagen prallt gegen Hauswand

Aus Richtung Sittensen kam auf der Kreisstraße 54 ein 55-jähriger Autofahrer mit seinem dunkelgrauen Toyota-Geländewagen. Die Fahrzeuge prallten gegeneinander. In beiden Wagen lösten die Airbags aus. Während der Geländewagen auf der Kreuzung zum Stehen kam, flog der Sportwagen über den Gehweg auf ein angrenzendes Hofgelände. Er touchierte einen Baum und kam an einer Hauswand zum Stehen.

Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte die Feuerwehren aus Ahrenswohlde, Ahrensmoor, Ahlerstedt, Wangersen und Harsefeld, die nach Angaben ihres Sprechers Günter Kachmann mit rund 90 Freiwilligen vor Ort waren. Außerdem rückten zwei Rettungswagen des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes aus den Rettungswachen in Bargstedt und Buxtehude sowie ein Notarzt des Buxtehuder Elbe Klinikums aus. Auch ein Notfallseelsorger aus Bargstedt und Beamte des Buxtehuder Polizeikommissariates eilten zur Unfallstelle.

Ein Toyota-Sportwagen prallt nach der Kollision auf der Straße gegen eine Hauswand. Foto: Beneke

Feuerwehr sichert Kreuzung ab

Die Einsatzkräfte befreiten die Fahrer aus den völlig demolierten Wracks und übernahmen die medizinische Erstversorgung. Später kamen die Verletzten im Rettungswagen in die Elbe Kliniken nach Buxtehude und Stade. Der Sportwagen hatte offenbar noch einen an der Hauswand abgestellten Pkw getroffen, Rauch stieg auf. „Es begann schon zu kokeln“, berichtete ein Polizist. Die Feuerwehrleute hatten die Gefahr schnell gebannt. Außerdem sicherten sie die Unfallstelle ab, leuchteten den Kreuzungsbereich aus und nahmen auslaufende Betriebsstoffe aus. Die Unfallstelle war für etwa eineinhalb Stunden gesperrt, zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht.

Die Beamten dokumentierten die Spuren des Unfalls, um das Geschehen rekonstruieren zu können. Ihre erste Annahme mit Blick auf die Spurenlage: Der Fahrer des Sportwagens hätte anhalten und dem Fahrer des Geländewagens die Vorfahrt gewähren müssen, erklärten die Polizisten vor Ort. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens an den Fahrzeugen und der Scheune konnten sie noch keine Angaben machen. Zeugen können sich unter der Rufnummer 0 41 61/ 64 71 15 bei der Polizei melden.

Immer wieder Unfälle in Ahrenswohlde

Seit die Kreuzung über eine Ampelanlage verfügt, hat die Zahl der schweren Verkehrsunfälle hier deutlich abgenommen. Trotzdem knallt es hier nachts, wenn die Ampeln ausgeschaltet sind, immer wieder – mit fatalen Folgen, wie Feuerwehrleute erklärten. Im Frühjahr 2018 waren zwei SUV auf der Kreuzung kollidiert, sieben Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

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