07.12.2019, 10:48
Renaultfahrerin schwebt nach Autounfall in Lebensgefahr

BUXTEHUDE. Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Sonnabendmorgen gegen 6.15 Uhr auf der Harburger Straße in Höhe der Straße „Am Stadtgraben“. Nach ersten Informationen stießen ein Audi und ein Renault-Kleinwagen frontal zusammen. Wie genau es dazu kam, ist noch unklar.


Nach Angaben von Zeugen, so teilte die Polizei später in einer Pressemitteilung mit, war ein 42-jähriger Audifahrer aus Hamburg aus Richtung Bundesstraße B 73 kommend in Richtung Innenstadt unterwegs, hatte nach dem Passieren der Bahnunterführung die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war am Ausgang einer dortigen Rechtskurve nach links auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort kam ihm zu der Zeit eine 57-jährige Fahrerin eines Renault aus Hechthausen entgegen. Die Frau konnte nicht mehr ausweichen und beide Fahrzeuge prallten frontal zusammen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Renault in den rechten Seitenraum geschleudert, der Audi blieb schwer beschädigt auf der Fahrbahn stehen. Dem hinter dem Renault stadtauswärts fahrenden 48-jährigen Fahrer eines Ford Transporters gelang es noch, einem direkten Zusammenstoß auszuweichen, der Ford wurde jedoch noch von dem Audi touchiert und beschädigt.

Der Fahrer blieb unverletzt, seine 45-jährige Beifahrerin erlitt einen Schock und wurde noch an der Unfallstelle vom Rettungsdienst betreut. Der Fordfahrer zögerte nicht lange und leistete Erste Hilfe bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Die Renaultfahrerin wurde in ihrem Autowrack eingeklemmt und musste in einer aufwendigen Rettungsaktion von den angerückten Feuerwehrleuten beider Züge der Feuerwehr Buxtehude mit schwerem Gerät befreit werden. Sie wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt vom Rettungsdienst mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Hamburger Klinik eingeliefert.

Der Audi wurde beim Zusammenprall schwer beschädigt.

Der Unfallverursacher erlitt leichte Verletzungen und wurde von der Besatzung des zweiten eingesetzten Rettungswagens ins Buxtehuder Elbe Klinikum transportiert. Ein bei ihm durchgeführter Alkoholtest an der Unfallstelle ergab einen Wert von über ein Promille.

Zwei Mitfahrer aus dem Audi hatten nach Zeugenaussagen nach dem Unfall die Unfallstelle zu Fuß verlassen. Da nicht bekannt war, ob sie eventuell ebenfalls Verletzungen davongetragen hatten, wurde für eine Suche nach ihnen in der Umgebung ein Polizeihubschrauber aus Hannover eingesetzt. Ein Mann konnte schließlich gegen 9.30 Uhr nach intensiven Ermittlungen von Beamten des Buxtehuder Polizeikommissariats scheinbar unverletzt in einer Wohnung in Buxtehude angetroffen werden. Ein weiterer möglicher Mitfahrer erschien später leicht verletzt von selbst auf der Wache in Buxtehude.

Die etwa 40 eingesetzten Feuerwehrleute sicherten neben den eigentlichen Rettungsarbeiten die Unfallfahrzeuge ab, nahmen auslaufende Betriebsstoffe auf und unterstützten die Polizei bei der Verkehrsregelung.

Verkehr wurde umgeleitet

Die Harburger Straße wurde vom Bauhof der Stadt Buxtehude für die Zeit der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie für die von einer Spezialfirma geleisteten Aufräum- und Reinigungsarbeiten bis in die Vormittagsstunden zwischen dem Ostmoorweg und der Rübker Straße voll gesperrt. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet.

Gegen den Unfallverursacher wird nach Angaben der Polizei nun wegen Trunkenheit im Verkehr, Verursachen eines Verkehrsunfalls und Körperverletzung ermittelt. Gegen seine Mitfahrer, die die Unfallstelle verließen, wird die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen unterlassener Hilfeleistung geprüft. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt.

Der Audi wurde beim Unfall schwer beschädigt.
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