26.11.2019, 13:25
Nach tödlichem Angriff in Fredenbeck: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

FREDENBECK. Ein Asylbewerber aus einer Unterkunft in Fredenbeck ist am Dienstag nach einem Streit ums Leben gekommen. Der 47-Jährige hatte sich schwer verletzt zu einem Supermarkt geschleppt und verstarb wenig später. Am Abend wurde ein Tatverdächtiger festgenommen.


(Letztes Update am 26. November um 19.43 Uhr: Informationen zur Festnahme eines Tatverdächtigen wurden hinzugefügt.)

Der Asylbewerber, der in einer Einrichtung auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Fredenbeck gelebt hat, lief Zeugenaussagen zufolge am Dienstagmorgen um kurz vor 9 Uhr blutüberströmt zum Rewe-Supermarkt, kurz hinter der Tür brach er zusammen.

Techniker, die an einem Pfandautomaten gearbeitet hatten, eilten zu dem leblosen Mann und leisteten Erste Hilfe bis die DRK-Notfallsanitäter und der Notarzt eintrafen.

Der lebensgefährlich verletzte Asylbewerber kam im Rettungswagen ins Stader Elbe Klinikum. Die Ärzte konnten ihm jedoch nicht mehr helfen. Er erlag seinen Verletzungen.

Ein Großaufgebot der Polizei eilte in den Fredenbecker Ortskern, sperrte den Rewe-Markt und die Asylbewerber-Unterkunft weiträumig ab. Die Ermittlungen in Fredenbeck zogen sich bis in die Abendstunden hin. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll es am Morgen in der Asylbewerber-Unterkunft auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Fredenbeck zu einem Streit zwischen dem Toten und einem anderen Mann gekommen sein, „in dessen Verlauf sich der 47-Jährige die schweren Verletzungen zugezogen hat“, sagt Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Um wen es sich bei dem Täter handelte, war zunächst unklar.

Der Supermarkt in Fredenbeck ist derzeit wegen Ermittlungen geschlossen. Foto: Beneke

Am Abend vermeldete der Polizeisprecher dann den Ermittlungserfolg: Nach umfangreicher Spurensuche und Befragungen konnten die Polizisten einen mutmaßlichen Tatverdächtigen vorläufig festnehmen.

Bei der Durchsuchung der Umgebung der Unterkünfte konnten die Beamten die mögliche Tatwaffe finden und sicherstellen. Der 29-jährige Tatverdächtige ist ein Bewohner der Unterkunft. Offenkundig hatte der Mann nach einem Streit das Opfer aufgesucht und mit einem größeren Küchenmesser verletzt. Vermutlich hatten sich der Tote und der Tatverdächtige am Morgen alleine in der Unterkunft aufgehalten, sagt Bohmbach. Der mutmaßliche Täter sitzt im Stader Polizeigewahrsam ein. Die Motive der Tat bleiben indes unklar. Der Tote galt bei den Ermittlern als unauffällig.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Stade unter der Rufnummer 0 41 41/ 10 22 15 zu melden.

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